Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 140
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Das glückhafft Schiff.

Bald denkt ganz Badenland des Ehrentags,
Der Euch vor fünfundzwanzig Jahren einte,
Und nicht vorgreifen darf ich heute ſchon
Im Juli dem, was der September bringt.

Wir rufen nur bewegt ein hell: „Glückauf!“
Des Myrtenkranzes Grün iſt nicht verwelkt,
Er hat in edel Silber ſich verwandelt,
Sein Grün lebt weiter als Erinnerung.
Und was der Myrte Ahnung und Symbol:
Familie — Hausſtand — froher Kinderſegen —
Das iſt verwirklicht jetzt und Gegenwart.

Doch nicht ein Zufall iſt's, daß Euch zur Seite
Der Tochter Glück das eigene verklärt:
Es iſt der Lohn der pflichtgetreuen Arbeit,
Die fünfundzwanzig Jahre emſig ſchaffend
Das eigne Wohl im Wohl des Landes ſucht.
„Wer ſä't, der erntet“, ſagt das alte Sprichwort!
„Was gut heranwächſt, macht nicht viel Geräuſch,
„Und was man ſä'te, erntet man!“ Euch iſt
Auf gutem Erdreich gute Frucht gereift;
Glückauf, glückauf! Ihr habt ſie wohl verdient!
(Körbchen mit Früchten werden überreicht.)

0—

Die dritte Sprecherin,
zu Kaiſer Wilhelm gewendet:

Vertreter aller Stände, treten wir
In Ehrfurcht vor des Kaiſers Majeſtät
Und grüßen ihn als Patriarchen heut,
Der hier, von Kind und Kindeskind umgeben,
Perſönlich ſeines Hauſes Wachstum ſchaut.
„Vom Fels zum Meer!“ iſt Hohenzollernwahlſpruch,
Vom Fels zum Meer und übers Meerl darf jetzo
Der Enkelin Viktoria Sinnſpruch heißen,
Denn die Verbindung, die zwei Herzen einigt,
Reicht weit hinüber über alles Oſtmeer
Und wird zwei Reiche minniglich vereinen,
Daß keine Meerflut hindernd ſie mehr trennt.


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