Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 145
(PDF, 34 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw2/0145
Ein ungewohnter Feſtglanz füllt die Räume,
Und ringsum ſtrahlt der Uniformen Pracht;
Soldaten ſind's, die an des Friedens Künſten
Sich heut erfreuen und am Bühnenſpiel:
Den Muſen lauſcht ein kriegriſch Publikum.
Denn wir begrüßen froh in unſrer Mitte
Des Nachbarlandes ritterlichen Prinzen
Und feiern das Gedächtnisfeſt des Tages,
Da ihn dereinſt vor fünfundzwanzig Jahren
Großherzog Friedrich, ſein erhabner Bruder,
Vertrauensvoll an unſre Spitze ſtellte
Und ihm als Chef das Regiment verlieh.

Seit dieſem Tag ſind wir mit ihm verbunden
Wie er mit uns, drum kommt er gern herüber,
Auch ſind wir meiſt des Badnerlandes Söhne,
Die Grenzwacht halten hier am Oberrhein.
Sei denn willkommen in der Deinen Kreiſe,
Du hoher Herr, Zähringens Stamm entſproßt,
Den wir als Vorbild deutſchen Edelſinns
Und ſchneid'ger Tapferkeit längſt kennen lernten,
Derweil ihm echte Menſchenfreundlichkeit
Die Herzen all des Regiments gewann.
Wo zu der Mannszucht, die der Dienſt erheiſcht,
Freiwillige Liebe, die das Herz erwärmt,
Und hohe Achtung treten, da ſteht's gut;
Da iſt gleich gut gehorchen wie befehlen.

Wie wüßten beſſer wir den Chef zu ehren,
Der, eigne ſchöne Häuslichkeit verlaſſend,
Heut im Familienkreis der Truppenſchar
Die Freude teilt, als wenn wir ſchlicht und derb
Ihm ein Soldatenſtück aus alter Zeit
Vorführten, das in ew'ger Jugend ſtrahlt?
Scheffel. II. 10


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