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Vorwort.
An den Feſtlichkeiten zu Ehren der zu Friedrichshafen am
Bodenſee am 26. Auguſt 1873 ſtattgehabten Vermählung Ihrer
Königlichen Hoheiten des Erbgroßherzogs Carl Auguſt mit
der Frau Erbgroßherzogin Pauline zu Sachſen⸗Weimar
ſollte nach des hohen Paares Rückkehr in die Heimat auch die
Wartburg ihren freudigen Anteil haben.
In muſikaliſchem Feſtſpiel der ehrwürdigen Landgrafenburg
Vergangenheit, an Ort und Stelle feſtfroher Gegenwart den
Willkomm darbringend, entgegentreten zu laſſen, war Gedanke
und Wunſch ihres hohen Wiederherſtellers, der in den neu
Einziehenden ſeine geliebten Kinder begrüßte.
Mit heiterem Behagen konnten ſich Dichter und Komponiſt
der dankbaren Aufgabe widmen, und der Genius Franz
Liſzts verſtand es, durch die Kraft und Anmut ſeiner Ton⸗
weiſen jene feſtlich erhöhte Stimmung wachzurufen, welche den
Verehrern der Burg als der Wartburg beſonderer Zauber
bekannt iſt. Dem unermüdlichen Eifer des Großherzoglichen
Generalintendanten Freiherrn von Losn iſt die glückliche In⸗
ſzenierung zu verdanken; am 23. September 1873 fand die
Aufführung ſtatt, welche allen Anweſenden eine kunſtgeweihte
Erinnerung bleiben wird. G
Urn auch weiteren Kreiſen die Dichtung zugänglich zu ma⸗
chen, hat die Verlagsbuchhandlung dieſe beſondere Ausgabe ver⸗
anſtaltet. Muſik und Text vereint werden im Verlag der Mu⸗
ſikalienhandlung C. F. Kahnt in Leipzig erſcheinen.
Weimar, im September 1873.
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