Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 161
(PDF, 34 MB)
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Der Brautwillkomm auf Wartburg. 161

Es wandelt ſich in Roſen,
Was ihr der Armut reicht.

Ich tat in Frauenweiſe,
Was ich erkannt für Recht — — —
— Nun wandelt die Ahnfrau leiſe
Und ſegnet ihr Geſchlecht.
(Kurze Pauſe, durch Muſik ausgefüllt.)

Ein Lied ohne Worte.

Während der letzten Zeilen haben alle gekniet. Beim Verklingen der Muſik
erheben ſie ſich und treten raſch zurück — während
Frau Aventiure (ſpricht).
Zurück nun, Vergangenheit!
Nah' uns, du neue Zeit,
Segne auch du das geſchloſſene Band!

(Frau Aventiure ab.)

(Unter Voranſchreiten der Eiſenacher Kurrendſchüler — Martin
Luther, gefolgt von Geſtalten der Reformationszeit: Rittern, Eiſenacher
Ratsherren, Bürgern, thüringiſchem Landvolk.)
Anklänge an den Choral:
„Ein feſte Burg iſt unſer Gott!“
Chor der Kurrende. ”
„Als Letzter kommt zum Feſte
Ein ſtarker Gottesmann,
Der auch auf dieſer Feſte
Manch gutes Lied erſann.
Luther. (Als Junker Georg, in ritterlicher Kleidung mit der Laute. Weihe⸗
voll und würdig, in Kirchenliedes Weiſe.)
Mich ſchmückt im Wartburgfrieden
Nicht Kutte noch Talar,
Ich bring' als Gaſt den Gäſten
Des Hausfreunds Glückwunſch dar.
Sei mir gegrüßt, mein Pathmos,
Friedrich des Weiſen Berg,
Wo mich das Ritterſtüblein
Verbarg als Junker Jörg.

Heut brummt kein dunkler Dämon
Als Fliege um mich her,
Scheffel. II. 11


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