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170 Die Linde am Ettersberg.
Bis zum gewalt'gen Einundzwanzigender:
Der zeigt dir's, daß nicht bloß tabellenſchreibend,
Daß auch als flotte, hirſchgerechte Jäger
Wir fröhlich rufen unſer Weidmannsheil!
Darum iſt auch am Giebelhauſe drüben
Die ſchwarzgelbgrüne Fahne aufgehißt
Ob des vieleckigen Türmleins flachem Dach.
Von hier bis Allſtedt, Berka, Tautenburg,
Bis Neuſtadt, Creuzburg, Zillbach ſchallt der Ruf:
Heil ihm, der Wald und Wild mit Weisheit heget,
Der uns ſo manches ſchmucke Forſthaus baut
Und allezeit mit Jägermut vorangeht!
(Die andern ſtimmen ein und ziehen mit Waldhornklang weiter.)
Der Bergmann von Ilmenau (gegen die Hofloge gewendet).
Gern im Hauch der Morgenröte
Schreiteſt du durchs Moos die Bahn,
Wo Karl Auguſt einſt mit Goethe
Waldfroh ſchoß den Auerhahn.
Nicht mehr ſchürft des Bergmanns Haue
Der Sturmheide Silbererz,
Doch die Bergſtadt Ilmenaue
Birgt noch manch getreues Herz.
Auf des Kikelhahnes Gipfeln
Huldigt hoch ob Dach und Fach
Unter immergrünen Wipfeln
Die Gemeinde Gabelbach.
Vierte Gruppe:
Ingenieure und Eiſenbahnleute, Verkehrsanſtalten bezeich⸗
nend.
Ihr Zugführer. Der Menſchheit zu dienen,
Entbot uns der Staat,
Mit eiſernen Schienen,
Mit kupfernem Draht.
Wir brücken die Klüfte,
Wir höhen den Damm
Und winden durch Grüfte
Der Berge uns ſtramm.
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