Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 2: Juniperus, Hugideo u.a.)
[1916]
Seite: 186
(PDF, 34 MB)
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186 Die Linde am Eitersberg.

Drittes geſchichtliches Bild.

Der Fruchtbringenden Geſellſchaft des deutſchen Palmenordens
Stiftung zu Weimar am 24. Auguſt 1617.

Ort: Die Wilhelmsburg zu Weimar.

Perſonen:
Die Gebrüder und Herzoge zu Sachſen⸗Weimar:
Herr Johann Ernſt der Jüngere, genannt der Keimende.
Herr Friedrich, genannt der Hoffende.
Herr Wilhelm, genannt der Schmackhafte.
Fürſt Ludwig von Anhalt, genannt der Nährende.
Johann Caſimir, Fürſt von Anhalt, genannt der Durchdringende.
Kaſpar von Teutleben, genannt der Mehlreiche.
Chriſtoph von Kroſig, genannt der Wohlbekommende.
Friedrich von Koſpoth, genannt der Helfende.
Dietrich von dem Werder, genannt der Vielgekörnte.
Der Erzſchreinhalter (Ordensſekretarius). Pagen.

Anordnung: Nach den Bildern und Notizen in G. Neumark des Sproſſen⸗
den Teutſcher Palmbaum, Weimar 1668.

Muſik: Fürſtliche Kapelle um 1617.

Der dritte Herold.
Wilhelmus, Herzog in Sachſen, ſprach: Was iſt das füre ein
eſen,
Vor Wortverderb und Sprachvermeng mag niemand mehr
geneſen.

Staatsmänner ſprechen ſpaniſch jetzt, lateiniſch unſre Richter,
Franzöſiſch zart die Liebenden, welſch die Sonettendichter.

Soll unſer Mutterſprachefluß verſumpfen und verſtocken,
Weil ihm den eignen Lauf verſperrt der Wuaſt von jremden
rocken

Weg mit dem Alamodeprunk, weg mit dem Maskenflitter,

Wir meinen's redlich, ſchlicht und recht als deutſche Herrn
und Ritter.

Wird neu die Sprache auferweckt, hält neu auch das Ver⸗
trauen, G
Hält Sinn für Tugend, Sinn für Kunſt Einzug i in deutſchen
auen.“


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