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Frau Aventiure.
Und translatierend ſchritt ich auf und ab,
Bis ich, bald ſchnell, bald nach ſorgſamer Feile
Den deutſchen Reim den Schreibgeſellen gab.
Die kauerten und kicherten im Mooſe
Und ſchrieben ihn, umblüht von wilder Roſe.
Um Frauendank bracht' ich mein Werk zu Ende,
Als Lohn genügte mir ein ſüßes Wort,
Heut reich' ich es als ehrfurchtsvolle Spende
Dir, Landgraf Hermann, der Geſangkunſt Hort!
Du weißt, daß ich bei Fiedeln und Floitieren
Des Amts, den Speer zu führen, nie vergaß
Und, riefen mich Poſaunen zum Turnieren,
Riefſt du zum Streit, ſtets feſt im Sattel ſaß.
Als Erfurts Gärten unter Hufgeſtampfe
Zertreten wurden, ſtund ich frank im Kampfe ¹⁶).
So nimm denn heut, da wir nicht unter Schilde
Austraben müſſen, mild mein Buch zur Hand;
Vielleicht daß es mit manchem bunten Bilde
Erinnerungverklärter Zeit dich mahnt .
Wir neiden dich um jene goldne Jugend,
Da als den Seinen dich Paris verehrt,
Da König Ludwigs Hof dich Rittertugend,
Sankt Viktors Schule Weltweisheit gelehrt ¹).
Der Bart ergraute..doch, Geſang zu lieben,
Iſt dir als Erbteil jener Zeit geblieben.
Vielleicht daß dort dir auch des Grals Geſchichten
Die Dame der Champagne einſt erzählt,
Marie von Frankreich, die mit ſüßem Dichten
Die Sagen der Bretonen neu beſeelt ¹⁸).
Du haſt manch eine Truhe wohlbeſchlagen
Dir damals aus der Ferne heimgebracht,
Dran die Frau Mutter wenig Wohlbehagen.
Kundgab und ſchalt, als man ſie aufgemacht:
„Ein Lied. noch eins . . und aber eins . . und wieder:
Eiei, Herr Sohn, nur Fabliaux und Lieder?!“
Ich ſeh' dich lächeln. Aus metallnen Decken
Entfalteſt du ein ſtattlich Pergament,
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