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Frau Aventiure.
Gute Sterne.
Schon tauſcht die Herde, fröhlich heimwärts trabend,
Den Weidplatz mit der Hütten Unterſchlauf,
Ihr Glockenläuten kündet Feierabend,
Und feierlich ſteigt er am Himmel auf.
Gewölk zerfließt. Der Luftraum klärt ſich reine,
Neumand regiert mit wachſend halbem Scheine ..
Wo tags im See nur leiſe Furchen zogen,
Schwillt, ſchier wie Meerflut, Berg und Tal von Wogen.
Nun funkelt in der fernſten Weltenferne
Lichtlein und Licht vieltauſendfach empor,
Und ſchickſalwendend treten gute Sterne
Mit kräft'gem Schein aus dem Gewimmel vor.
Der Tremuntän weiſt unbewegt wie immer
Polum antarcticum mit klarem Schimmer ²⁰),
Ein Atherſtrom, geheim durchs All ergoſſen,
Kommt zitternd in die Erdennacht gefloſſen.
Auch wer, entſagend jedem Wunſch und Sehnen,
Mit kühlem Mut das Herbſtlaub fallen ſah,
Fühlt Bruſt und Herz geheimnisvoll ſich dehnen
Und einen Hauch Unirdiſcher ihm nah.
Gewohnt, die eignen Freuden viel zu miſſen,
Möcht' ich zur Stund die Welt glückſelig wiſſen:
— Ein liebend Paar trat meinem Weg entgegen,
In Prieſtersweiſe gab ich ihm den Segen.
Einer Griechin.
Der Pilgrim naht erſehntem Heiligtume
Und beugt ſein Knie vor dem geweihten Bild:
So möcht' ich dich begrüßen, fremde Blume,
Die unſern Wald mit ſeltnem Glanz erfüllt.
Ein ſchwer Geſchick hat dich zu uns geleitet,
Wir danken's ihm, betraf es dich auch hart,
Denn keiner iſt, dem nicht das Herz ſich weitet,
Wenn ſeinem Aug' ein Strahl des deinen ward.
Das Morgenland und mildrer Sonne Walten
Will ſich bei deinem Anblick uns entfalten.
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