http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw3/0086
Frau Aventiure.
Götterneid und fremde Lenkung
Reißt dich über Meer und Land,
Und mir bleibt als letzte Schenkung
Ach, ein Streif nur vom Gewand.
Eine Schleife, ſchwarz und dunkel
Wie der Traum, den ich geträumt,
Nur am Rande vom Gefunkel
Goldner Fäden licht umſäumt.
Vorn zur Bruſt heft' ich die Litze,
Die mein Kettendolch umſpielt...
Und ſchon fühl' ich, wie die Spitze
Züngelnd nach dem Herzen zielt.
Sei's drum! eh' die Nacht ſich endet,
Überſtrömt mein Blut dies Lied...
Wer von dir ſich ſcheidend wendet,
Längſt von Licht und Leben ſchied.
Läutet, Glocken, dumpfen Schalles
Einem armen Mann zu Grab:
Hier war's: o mein Eins und Alles,
Wo ich dich verloren hab'!
Anaſtaſios der Byzantiner.
Trauergeſang
um die Eroberung Konſtantinopels durch die lateiniſchen
Kreuzfahrer i. J. 1204.
El òε τονρρ‚ εν à bαρρε αεαοτα,
E ri 9eoις vobr ο α Sιααεοο
æνα 7ρρ toονννο ô 7dsανε ιαôv*3s,
x& d radt αν νρεε τνοοσπνρν
Nieicetae Choniatae urbs capta cap. 1.
Meine Seele ſteht in Sorgen,
Von der Heimat abgetrennt
Schaut ſie klagend aus nach Morgen,
Nach dem teuren Orient.
Ach, mit jedem Tage bringt er
Neu uns Helios goldne Fahrt,
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw3/0086