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Anmerkungen. 121
Man suochte den wiganden
uz allen ttschen landen,
Ungere und Ruzen,
Sakfen und Prûzen
Denen mit den Winden
sich liezen ouch dàâ finden.
Beheime unt Poläne
mit gräven di sopäane,
dienstherren unde frien vil
sè alle suochten ritterspil;
stechen, justieren,
föresten und durnieren:
wes man zuo ritterschefte gert
des was man alles daâà gewert.
Däa was auch manic hübes man:
des sinen dirre unde der began
wes man vor herren phlegen sol.
der fidelte ůüͤz der mâzen wol,
der sluoc die drumen, dirre pfeif,
der ander süeze wise greif
an harpen unde an rotten.
Französen unde Schotten
Dütsche unde anders ieder man
sin ammet wisen da began
unde irzougen sine kunst:
sie suochten garliche alle gunst
der fürsten unde der frien.
Man hôrte da schalemien,
da schullen die busünen,
Man sach da pauwelünen,
manic keiserlich gezelt
üf gellagen an daz felt
dar under herren lagen
wanne si raste phläagen.
Noch was dâ maniger leige diet:
die sprächen, diese sungen liet
daz man in meisterschefte iach.
Her Wolfram von Essebach,
der Tugenthafte Schriber,
her Reimãâr unde her Walter
von der Vogelweide;
da bi was ouch gereide
zu sange meister Bitterolt
unde in gefuger ungedolt
Heinrich von Ofterdingen:
die alle wolden singen
wider ein in krieges wis
wer daâà behilde sanges pris.
Sante Elisabeten leben v. 138 u. ff. mitgeteilt don
H. Kurz, Geſchichte der deutſchen Literatur I. p. 469.
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