Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 3: Frau Aventiure)
[1916]
Seite: 133
(PDF, 21 MB)
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Anmerkungen. 133

36) . .. Stilla, daz ist min houbetstat!
Biterolf im Gedicht vom Krieg auf Wartburg.

Der Vogt von Tenneberg. Seite 48.

I. 37) H. Hollands Geſchichte der altdeutſchen Dichtkunſt in Bayern, Seite
167 entnehme ich die hieher paſſende Anmerkung:
„Das Mittelalter liebte die Sitte, in den Gipfeln von großen Bäumen,
insbeſondere der Linden und Eichen, Gerüſte mit Geländern zur Ausſicht in
die Weite und eine Art Sommerhäuschen zu bauen, auf denen man ſich ver⸗
gnügte, ſchmauſte, trank und von denen herab häufig auch Prediger zum Volke
ſprachen, z. B. jener berühmte Prediger Berthold. Vergl. J. Grimm, Wiener
Jahrb. d. Literatur 1825, B. 32, p. 203 .. . Die Sitte wurzelte wahrſcheinlich
im alten Götterkult, der ja am liebſten ſeine Bilder auch in die Bäume
ſetzte.“ — Eine alſo zu ſommerlichem Sitz hergerichtete Linde, zu welcher eine
Leiter emporführt, ſteht oder ſtand auf der Anhöhe über Waltershauſen.

Seite 49.

III. 38) Sol. ich diſen sumer lanc
bekümbert sin mit kinden
Io waer ich lieber tot,
des ist mir min vröude kranc
sol ich niht ze den linden
reigen, o we dirre not!
wigen wagen, gugen gagen!
wenne wil ez tagen?
minne, minne, trute minne, swig, ich
wil dich wagen.
amme, nimm daz kindelin
daz es niht enweine;
als lieb, als ich dis si.
Ringe mir die fwaere min,
du maht mich aleine
miner forgen machen vri.
wigen wagen, gugen gagen!
wenne wil ez tagen?
minne, minne, trute minne, swig, ich
wil dich wagen.
Mit dieſem ergötzlichen Wiegenlied beſchloß einſt der waldfröhliche Schwabe,
Herr Gotfrit von Nifen, die farbenbunte Reihe ſeiner Minnegeſänge.

Bericht vom Meerdrachen. Seite 51.

39) Die foſſilen Überreſte der Rieſentiere der Urzeit erregten ſchon frühe die
Aufmerkſamkeit der Deutſchen, in deren älteſten Stammſagen die von der
Geologie der Zukunft vielleicht dereinſt beſtätigt werdende Tatſache, daß in


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