Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-1/3
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 3: Frau Aventiure)
[1916]
Seite: 137
(PDF, 21 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 137

gewunden, I6 daz gestreichet; sé daz gikelveh, so daz witschen brün;
sö hie den löwen, dort den arn; sõo mit pfaewin hüeten, so mit hüben,
so mit gürteln. Und alsé ist sin alséô vil, daz sin nieman zue ende
kommen mag, daz ir durch höhfahrt erdenket. Hiute erdenket ir einz,
morgen erdenket ir ein anderz. Alfe ie einre einen iteniuwen fund
vindet, den müezen fie danne alle versuochen.
Wackernagel, Altdeutſches Leſebuch, I. 667.

Seite 92.

VI. 50) „Am Johannisabende wurde allenthalben luſtig über die Sonnen⸗
wendfeuer geſprungen, und dabei mußte Met ſein In frühern Zeiten nahm
auch die feine Welt an dieſen Freudefeuern teil, Fürſten und Könige. Zu
Augsburg zündete 1497 in Kaiſer Maximilians Gegenwart die ſchöne Suſanne
Neithard das Johannisfeuer mit einer Fackel an und machte dann zuerſt den
Reigen um die Flamme an Philipps Hand. In einer Münchner Urkunde von
1401 wird berechnet: „umb gras und knechten, die by pänk ab dem haus
auf den margt trugen an der sunbentnacht, da herzog Stephan und sein
gemachel und das frawel auf dem margt tanzten mit den purgerinen bei
dem sunbent fewr.“ Im Jahr 1578 ließ der Herzog von Liegnitz Johannis⸗
abends ein Freudenfeuer auf dem Kynaſt halten, wobei er ſelbſt mit ſeinem

Hof zugegen war.“
J. Grimm, deutſche Mythologie I. 586.

Seite 95.

XI. 51) ILch wil (varn) eine reise:
wünschet, daz ich wol gevar;
da wirt manic weise.
diu lant wil ich brennen gar.
Miner vrouwen riche
Iwaz ich des bestriche
daz mouz alles werden verlorn,
Ii enwende minen zorn.

Helfet singen alle
mine friunt und zieht ihr zuo
mit (gemeinem) schalle
daz si mir genaäde tuo.
Schriet, daz min Imerze
miner frouwen herze
breche und in ir oren gée:
si tout mir ze lange we.
Herr Heinrich von Morungen.
Vergl. v. d. Hagen, Minneſinger I, 131. IV. 122 und
M. Haupt, des Minneſangs Frühling. S. 145 und 278.


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