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Nachwort.
Unſer Text beruht auf: „Frau Aventiure. Lieder aus Heinrich von
Ofterdingens Zeit von Joſeph Victor Scheffel. Stuttgart. Verlag
der J. B. Metzlerſchen Buchhandlung. 1863.“ — Die den üÜberſchrif⸗
ten im Inhaltsverzeichnis beigegebenen Jahreszahlen ſtellen nur
einen Verſuch dar, die Gedichte zeitlich zu beſtimmen. Der Heraus⸗
geber ſtützt ſich dabei auf ſeine Kenntnis der Literatur und auf ſein
Stilgefühl, kann aber für viele ſeiner Datierungen keine urkund⸗
lichen Belege ins Feld führen.
Von dem in der Ausgabe ſonſt beobachteten Prinzip, ſtets den
Wortlaut des Erſt drucks zu geben, weicht die Wiedergabe des Ge⸗
dichtes S. 39 ab, indem wir die erſt ſpäter hinzugefügte dritte
Strophe in unſeren Text aufnehmen. — Zur Auffaſſung des Heini
von Steyer vgl. den Brief im „Scheffeljahrbuch 1895“, S. 27 ff. —
Über den perſönlichen Gehalt einzelner Lieder („Irregang“, „Auf
hohen Bergen“ u. a.) ſiehe Boerſchels Buch über Scheffel und
und Emma Heim. S. 228, 240, 254 und die einſchlagenden Stellen
bei Proelß. Ferner Kremſer, Studien über J. V. v. Scheffel. Salz⸗
burg 1913, S. 40— 44 („Seeabendrot“, „Papegan“, „Chriſtnacht“,
„Des Meiſters Geheimnis 1—4). — Zu dem Gedicht: „Abſchied
von der Stiraburg“ (S. 96) bietet L. v. Kobell, Scheffel und ſeine
Familie, S. 40, folgende Parallele:
Kaum ſitz ich warm an einem Ort,
So treibt's mich ſchon von hinnen.
Zum letzten Male grüß ich dort
Des Herzogsſchloſſes Zinnen.
Ich hab gedient. Mir ward mein Dank,
Jetzt muß ich Dienens faſten
Und trag' mein Schickſal frank und ſchwank
Im alten Fiedelkaſten.
Die Schlußzeilen des Gedichtes „Auf wilden Bergen“ (S. 119)
lauteten urſprünglich (Proelß, S. 578):
Zu frohem Werke ſteht mein Wort verpfändet...
Ich geh zu Grunde — oder ich vollbring's.
Zum Ganzen vgl. den wichtigen Brief an Holland, Scheffeljahr⸗
buch 1902, S. 20 ff. und die Briefe an Anton von Werner (Stutt⸗
gart 1915) Nr. 1—8.
Druck und Einband von Heſſe & Becker in Teißzig.
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