Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 4: Gaudeamus)
[1916]
Seite: 39
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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II. Kulturgeſchichtlich. 39

Und merk' erſt heut, ich bin ein Narr,
Daß ich das Gold dort ſuche;
A. V. K. L. W. H.
Das echte Gold iſt da!“

„Mit Hermes Trismegiſtos Liſt
Wird keins erlaborieret,
Die Sonne iſt der Alchymiſt,
Der's flüſſig deſtillieret:
Wenn's durch die Adern glüht und rollt
Mit des Eilfingers Wonnen,
Dann habt Ihr Gold, habt echtes Gold,
Und ehrlich ſelbſt gewonnen.
A. V. K. L. W. H.

Haec vera practica!“

Da lacht der Abt: „Mit ſolcher Lehr
Zwingt Ihr auch mich zum Kruge,
Denn All Voll, Keiner Leer, Wein Her
Iſt eine feuchte Fuge.
Als Fauſti Goldſpruch laß ich ſie
Jetzt in den Kreuzgang malen,
Man kennt die ganze Melodie
Schon an den Initialen:
A.- V. K. L. W. H.
Sit vino gloria!“

Der Enderle von Ketſch.

In der Beſchreibung der Pfalz von Merian (1645) wird bei
Erwähnung des Dorfes Ketſch erzählt:
„Pfaltzgraf Oth Heinrich, nachmals Churfürſt, fuhr vmb das
Jahr 1530 ins gelobte Land, nach Jeruſalem. In ſeiner zurück
Reyſe kam er vber die Offenbahre See herauß, da jhme dann ein
Schiff, nach Nordwegen zu, begegnete, darinn diß Geſchrey ge⸗
hört wurde:
„Weichet, weichet, der dick Enderlein von Ketſch kompt.“
„Der Pfaltzgraf vnd ſein Cammermeiſter Mückenhäuſer kenn⸗
ten den gottloſen Schuldtheiß allhie zu Ketſch vnnd auch den
Orth wol; daher als ſie heimbkamen, ſie nach dem dicken En⸗


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