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11² Nachwort.
ſtadt. Ihre Schlußſtrophe zum ſchwarzen Walfiſch iſt unecht. Nach
neuerlich gefundener Inſchrift ſprach der Hinausgeworfene auf aſſy⸗
riſch: Außi bini außi bleibi,
Wai Ascalun, ihr grobi Kaibi.
Er hat den Walfiſch nicht wieder beſucht. 16. März 1884. V. von
Scheffel.“ — Antwort auf eine Anfrage aus Leipzig, „ob's vor⸗
mittags, ob's nachmittags halb vier geweſen ſei“:
Drei Tage lang war unſer Freund im ſchwarzen Walfiſch aktiv,
Bis daß er ſteif wie ein Beſenſtiel am Marmortiſch einſchlief.
Das Poſtkamel von Ninive bracht' ihn nachmittags halb vier,
Drei Tage ſpäter zu ſelber Zeit flog er aus des Walfiſchs Tür.
Karlsruhe, März 1880. (Nach einer Abſchrift im Nachlaß von
Carl Schwanitz.)
S. 27. Pumpus v. Peruſia. Vgl. Scheffelkalender 1913, S.
49 und Proelß, gr. Ausg., S. 412.
S. 29. Die Teutoburger Schlacht. Zuerſt gedruckt in Nr. 229
der „Fliegenden Blätter“ (1849), dann im Magdeburger Kommers⸗
buch. Dazu vgl. Linſe, Scheffels Lied von der Teutoburger
Schlacht. Dortmund 1909. — Urſprünglich hieß es nach einer Ab⸗
ſchrift von Schwanitz und im Magdeburger Kommersbuch, das den
Text von Schwanitz erhalten hatte, in Str. 9: Als das Morden
war zu Ende... Und um ſich noch mehr zu freun. Dann folgte
die von Scheffel im „Gaudeamus“ weggelaſſene Strophe:
Hui, da gab's weſtfälſche Schinken,
Bier, ſoviel ſie wollten trinken,
Selbſt im Zechen blieb er Held,
Doch — auch ſeine Frau Thusneld
Soff als wie ein Hausknecht.
Später, als die Strophe weiteren Kreiſen bekannt zu werden drohte,
änderte Scheffel (Linſe a. a. O. Beilage) den erſten Vers ſo: „Wild
gab's und weſtfäl'ſchen Schinken“ und den letzten: „Trank walkyren⸗
mäßig“. Er legt in einer Fußnote Wert darauf, daß der Text in
dieſer „anſtändigen Faſſung“ wiedergegeben werde. — In Schwa⸗
nitz' Abſchrift bzw. im Kommersbuch folgt am Schluß folgende
Strophe, deren Echtheit vielleicht zweifelhaft iſt:
Wem iſt dieſes Lied gelungen?
Ein Studente hat's geſungen.
In Weſtfalen trank er viel,
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