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114 Nachwort.
609 und 737 der „Fliegenden Blätter“ und des wilden Heers im
erſten Heft der Lieder aus dem Engern die älteſte Geſtalt des Roden⸗
ſteinzyklus. Folgende Lesarten ſind hervorzuheben: S. 42: Und ich
hab' ihrer dreie. — S. 43, Str. 3: Ein Dorf, was iſt's? — Ein
Bauernloch. S. 4: Trommeten klangen und Schalmein. Str. 5:
Und als nach halben Jahres Friſt... Da ſprach er: Donnerſchlag,
jetzt iſt.. . S. 44, Str. 1: Wer ſchleicht zu Fuße ganz allein nach
Heidelberg in Hirſchen? Str. 5: Seh' ich die tapfern Jungen. S. 46.
Überſchrift: Im Waldhorn. — S. 49, Str. 4: Als Geiſt noch um
und ſpricht.. . S. 50, Str. 2: Mit Weihbrunn, Exorciſm und
Bann. Zeile 7: Wenn ihr nur einen Tropfen kriegt... Str. 3:
Da brummt und lacht der Rodenſtein: O Pfarr', ich krieg dich doch!.“
Der Keller iſt nicht ſchlecht beſetzt, hurra! wir leeren ihn ... Str. 4:
O Pfarrer, frommes Pfarrerherz. S. 51: Herr Pfarr', und halt't
euch g'ſund, es fließt kein einz'ger Tropfen mehr aus Hahn und Krug
und Spund. S. 51: Schwernot! 's iſt alles hin . ... ihr Geiſter,
ich ſchlag ein, wenn aller Wein beim Teufel, ſoll ein andrer Pfarr⸗
herr ſein! — S. 51: Hans Schleuning, Stabstrompeter mein. S. 52:
So flüſtert ein Reviſor juſt zum Kreisamtsphyſikus. Über die Ro⸗
denſteiner Dörfer vgl. „Scheffeljahrbuch“ 1898, S. 71 ff. — Zu
S. 45: vgl. Proelß, gr. Ausg. S. 151 und „Deutſche Rundſchau“
Bd. 138, S. 432. — Zu S. 47: vgl. Kußmaul, Erinnerungen eines
alten Arztes. S. 147. Über Dr. Ludwig Knapp vgl. weiter Proelß,
gr. Ausg. S. 214 ff. u. ö.
S. 58. Der Fünfundſechziger. Vgl. Anton v. Werner, a. a.
O. S. 33. Vgl. die auf Eduard Witter und die Pfalz bezüglichen
Stellen im 9. Bd.
S. 59. Perkéo. Vgl. dazu „Scheffeljahrbuch“ 1907, S. 150f.
— Proelß, Einleitung zu den geſammelten Werken S. 24. — Uns
liegt eine alte Abſchrift von Schwanitz' Hand vor, die mannigfache
Abweichungen von dem Text im „Gaudeamus“ zeigt: „Das Lied
vom großen Faß und vom kleinen Zwerg“.
Perkio war der Hofzwerg im Heidelberger Schloß,
Ein winzig kleines Männlein, ſein Durſt aber rieſengroß.
Man hieß ihn einen Narren, — er dachte: Liebe Leut',
Wär't ihr wie ich doch alle ſo durſtig und geſcheit!
Und als das große Faß mit Sekt gefüllet war,
Da ward ſein künft'ger Standpunkt dem Hofzwerg völlig klar.
Fahr wohl, ſprach er, o Welt, du Katzenjammertal,
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