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118 Achtes Kapitel.
trübt auf: Es iſt nichts, ſagte er mit zitternder Stimme, ſie
ſind in See gefallen. Sie gönnen uns nichts. Wir werden
Hirten bleiben.
Haſt du des heiligen Mannes Spruch auch recht geſagt?
fragte ihn Hadumoth.
Wie er ihn mich lehrte.
Dann hat er dich nicht den rechten gelehrt. Er wird den
Schatz ſelber heben. Vielleicht hat er ein Netz dorthin gelegt,
wo die Sterne fielen ...
Das glaub' ich nicht, ſprach Audifax. Sein Antlitz iſt mild
und gut, und ſeine Lippen ſprechen kein Falſch.
Hadumoth ſann nach.
Vielleicht weiß er den rechten Spruch nicht?
Warum?
Weil er den rechten Gott nicht hat. Er hat den neuen Gott.
Die alten Götter waren auch ſtark.
Audifax hielt ſeiner Gefährtin die Finger an die Lippen.
Schweig! ſprach er.
Ich fürchte mich nicht mehr, ſagte Hadumoth. Ich weiß noch
eine andere, die verſteht ſich auch auf Sprüche.
Wen?
Hadumoth deutete hinüber, wo aus lang geſtrecktem Tannen⸗
ſaum ein dunkler Bergkegel ſteil aufſtieg. Die Waldfrau! ant⸗
wortete ſie.
Die Waldfrau? ſprach Audifax erſchrocken. Die, die das
große Gewitter gemacht, wo die Schloſſen ſo groß wie Tauben⸗
eier ins Feld einſchlugen, und die den Centgrafen von Hilzingen
gefreſſen hat, daß er nimmer heimkam?
Eben darum. Wir wollen ſie fragen. Die Burg iſt uns doch
verſchloſſen und die Nacht kalt.
Das Hirtenmägdlein war keck und mutig geworden. Das
Mitleid um Audifax war groß in ihr; ſie hätte ihm ſo gern zu
ſeiner Wünſche Erfüllung verholfen. Komm! ſprach ſie lebhaft,
wenn Dir's bange wird im Wald, ſo blas auf deiner Pfeife.
Die Vögel antworten. Es geht dem Morgen entgegen.
Audifax erhob keinen Einwand mehr. Da gingen ſie mit⸗
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