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162 Ellftes Kapitel.

Den Gott ſegnen möge! fiel Rauching ein.
.. . gefeſtigt hingeſtellt; die Stämme, die dem Römer einſt
zuſammen den Garaus gemacht, ein Ganzes, wie ſich's gehört,
damals hat der Hunn ſcheu hinter ſeinem Landhag an der
Donau gelauert, 's war kein Wetter für ihn, und wie ſie ſich
rühren wollten, iſt von ihrer hölzernen Lagerſtatt tief in Pan⸗
nonien drin kein Span mehr übrig geblieben, ſo hat die frän⸗
kiſche Landwehr drein gewettert.. 146) aber die Großen in der
Heimat hat's gedrückt, daß nicht ein jeder der Herr der Welt
ſein kann; da hat's innerhalb des eigenen Zauns probiert ſein
müſſen — Aufruhr, Empörung und Reichsverrat, das ſchmeckt
beſſer, den letzten von Karls Stamme, der des Weltreichs
Zügel führte, haben ſie abgeſetzt — das Symbolum der Reichs⸗
einheit iſt ein Bettelmann worden und muß ungeſchmelzte Waſ⸗
ſerſuppen eſſen — nun, und eure Herren, denen der Baſtard
Arnulf und ihr eigener Übermut lieber war, haben die Hunnen
auf dem Nacken, und die alten Zeiten kommen wieder, wie ſie
ſchon der König Etzel malen ließ. Kennt Ihr das Bild im
Mailänder Palaſt?
Dort war der römiſche Kaiſer gemalt, wie er auf ſeinem
Thron ſaß und die ſkythiſchen Fürſten ihm zur Füßen lagen;
da kam der König Etzel des Wegs geritten und ſah die Malerei
lang an und lachte und ſprach: Ganz recht; nur eine kleine
Anderung! Und er ließ dem Mann auf dem Thron ſein eigen
Antlitz geben, und die vor ihm knieten und die Säcke voll
Zinsgold vor ſeinem Throne ausleerten, waren die römiſchen
Cäſaren.146)
Das Bild iſt heut noch zu ſchauen..
Ihr denkt an alte Geſchichten, ſprach Ekkehard.
Alte Geſchichten! rief der Greis: Für mich hat's ſeit vierzig
Jahren nichts Neues gegeben als Not und Elend. Alte Ge⸗
ſchichten! 's iſt gut, wer ſie noch weiß, daß er ſehen kann, wie
der Väter Sünden gerächt werden an Kind und Kindeskind.
Wißt Ihr, warum der große Karl das einemal in ſeinem Leben
geweint hat? Solang ich lebe, ſind's Narrenpoſſen, ſprach er,


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