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Ausklingen und Ende. 42²⁵
Schnee weht zu kalt, und ich bin zu jung, kann kein Einſiedel
bleiben.
Fahr' wohl, du hoher Säntis, der treu um mich gewacht,
Fahr' wohl, du grüne Alpe, die mich geſund gemacht!
Hab' Dank für deine Spenden, du heil'ge Einſamkeit,
Vorbei der alte Kummer — vorbei das alte Leid.
Geläutert ward das Herze, und Blumen wuchſen drin:
Zu neuem Kampf geluſtig ſteht nach der Welt mein Sinn.
Der Jüngling lag in Träumen, dann kam die dunkle Nacht;
In ſcharfer Luft der Berge iſt jetzt der Mann erwacht!
Er griff ſeine Reiſetaſche und legte ſeine wenige Habe drein.
Sein Teuerſtes, das Waltharilied, ſorgſam umhüllt, tat er
oben drauf; ein Lächeln umſpielte ſein Antlitz, wie er noch
etliche Gerätſchaften umherſtehen ſah. Auf dem Felsrand ſtund
die halbausgeſchriebene Flaſche mit Schreibſaft, die griff er
und warf ſie hinaus in die Tiefe, daß ſie in glitzernde Splitter
zerſchmettert ward. Die dreieckige Harfe lehnte wehmütig an
der Raſenbank vor der Höhle: Du ſollſt zurückbleiben und dem,
der nach mir kommt, ſeine ſtillen Stunden verſüßen, ſprach er.
Aber kling' ihm nicht matt und nicht ſüß, ſonſt mög' es aus
den Tropfſteinen in deine Saiten träufeln, daß ſie einroſten,
und der Sturm von den Gletſchern drüber fahren, daß ſie
berſten!
Ich hab' ausgeſungen.
Er hängte die Harfe an einen Nagel.
In währender Klausnerzeit hatte er ſich einen ſtarken Bogen
geſchnitzt, Köcher und Pfeile waren noch aus Gottſchalks Nach⸗
laß droben, die nahm er jetzt als gut Gewaffen zur Hand, —
gerüſtet, im Wolfsmantel ſtand er vor der Klauſe und tat noch
einen langen, langen Blick nach der Stätte glücklicher Sommer⸗
friſche und hinüber zu den vielteuern Gipfeln und hinunter,
wo aus dem Tannendunkel der Seealpſee meergrün aufglänzte.
Es war ſo ſchön wie immer. Der Mauerſpecht, der die gleiche
Bergritze zu ſeiner Behauſung erkoren, flog ihm traulich auf
die Schulter und pickte ihm mit hämmerndem Schnabel die
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