Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 433
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 433

Zauber byzantiniſcher Frauenſitte ſeine Anerkennung auszuſprechen. „Da mir
dieſe gemütlichen Geſichter,“ ſagt er, „dieſe ſokratiſchen Unterhaltungen entgegen
kamen, vergaß ich allen Kummer, und mich ſchmerzte nicht mehr der Gedanke
meiner Auswanderung.“
7) Einheimiſche Vögel, künſtlich abgerichtet, nahmen in den Salons jener
Tage die Stelle ein, die heute den Papageien zukommt. Im Fragment VIII des
lateiniſchen Gedichts Ruodlieb wird ſehr idylliſch erzählt von ſolch wunderſam
zahmen Staren, die es verſtehen, ihr Futter ſelbſt zu verlangen, und gelehrt
ſind:
Nostratim fari „Pater“ et „noster“ recitare
Usque „qui es in coelis“ lis, lis, lis triplicatis.

ſ. Grimm und Schmeller, latein. Gedichte des X. u. XI. Jahrhunderts p. 174
u. 212.
8) Haec quondam parvula, Constantino Graeco regi cum esset des-
ponsata, par eunuchos ejus ad hoc missos literis graecis adprime est
erudita, sed cum imaginem virginis pictor eunuchus domino mittendam
uti simillime depingeret, solicite eam inspiceret ipsa nuptias exosa os
divaricabat et oculos, sicque Graeco pervicaciter repudiato, literis
post latinis studentem Purchart illam dux multipliciter dotatam duxit
uſw. Ekkeh. casus S. Galli c. 10 bei Pertz Monum. II. 123.
9) .seu serpentes capitatae, oscula quae sibi dant. Ruodlieb, fragm.
III. 335.
10) Rorſchach wird oftmals erwähnt als Durchgangspunkt für die nach
Italien Reiſenden. Das Gotteshaus Sankt Gallen übte „von des Reichs wegen“
die Vogtei darüber. S. Hffnung zu Rorſchach v. 1469 bei Grimm, Weis⸗
tümer I. 233. Diplome ſächſiſcher Kaiſer beſtätigen den Abten von Sankt
Gallen das Markt⸗, Münz⸗ und Zollrecht daſelbſt. S. Ildefons v. Arx, Ge⸗
ſchichte des Kantons Sankt Gallen I. 221.
11) . et clamativo illum cantu salutant: Heil herro! Heil liebo! et
caetera. Ekkeh casus S. Galli bei Pertz Mon. II. 87.
12) silvarum avidus. vita S. Galli.
13) de natione Scotorum, quibus consuetudo peregrinandi jam paene
in naturam conversa. Walafrid Strabo in der vita S. Galli lib. II. cap. 47
bei Pertz Monum. II. 30.
14) Ascopam i. e. flasconem similis utri de coriis facta, sicut solent
Scottones habere.“ Gloſſe einer ſanktgall. Handſchrift des neunten Jahr⸗
hunderts bei Hattemer, Denkmale des Mittelalters. Sankt Gallens altdeutſche
Sprachſchätze. Bd. I. 237.
15) Und jetzt allerdings, rückblickend auf das wenige Gute, was die Nach⸗
welt der Sorge wohlmeinender Vorfahren zu verdanken hat, mag man einſtim⸗
men in das Lob, das Herder ſ. Z. in ſeinem leider etwas hölzernen Poem „die
Fremdlinge“ jenen frommen Wandersmännern erteilt:

„Die scotice mit altem Bardenfleiß
Die Bücher ſchrieben und bewahreten.“

16) Regula S. Benedicti cap. 48. — Accepit solitus fratres post
prandia somnus. Annales S. Gallenses majores bei Pertz Monum. I. 81.
17) . . in conclavi vase quodam aeneo mire figurato ad aquam in-
ferendam uteretur. Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 1 bei Pertz Mon.
II. 88.
18) Recalvaster est, qui in anteriore parte capitis duo calvitia habet
medietate inter illa habente pilos, ut est (Craloh abbas et) Wikram.

Scheffel. V/ vI. 28


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