Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 434
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw6/0198
4³⁴ Anmerkungen.

Gloſſe einer ſanktgalliſchen Handſchrift zum Buch Leviticus bei Hattemer,
Denkmale ꝛc. I. 240.
19) . . more hirundinis.
20) erat senatus reipublicae nostrae tune quidem sanctissimus.
Ekkeh. IV. casus S. Galli. c. 1 bei Pertz Mon. II. 80.
21) enimvero hi tres, quamvis votis essent unicordes, natura tamen,
ut fit, erant dissimiles. S. die rührende Schilderung der drei engverbun⸗
denen klöſterlichen Freunde in Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 3. Pertz
Monum. II. 94 u. ff., wo auch der böſe Sindolt, ihr Widerſacher, des näheren
gezeichnet iſt. Ratpert iſt auch der Verfaſſer des Lobgeſangs auf den heiligen
Gallus in deutſcher Sprache, von deſſen Bedeutſamkeit die lateiniſche Über⸗
tragung Zeugnis gibt, die wir noch beſitzen. Hattemer, Denkmale ꝛc. I. 337.
Das von Tutilo als Deckelplatten für eine Evangelienhandſchrift geſchnitzte
Diptychon wird in der ſanktgalliſchen Stiftsbibliothek aufbewahrt. Man be⸗
vorzugte bei kirchlichem Schmuck das Elfenbein, da der Elefant nach einem Aus⸗
druck Notker Labeos in ſeiner Pfalmenüberſetzung für ein „keuſches Vieh“
(chische fièo) galt. Hattemer, Denkmale ꝛc. II. 159.
22) Den ganzen Kreis des Wiſſens am Schluß des 9ten Jahrhunderts ver⸗
gegenwärtigt das in Sankt Gallen aus der Schule Iſo's hervorgegangene, ge⸗
meiniglich nach dem Abtbiſchof Salomo III. von Konſtanz genannte enzyklo⸗
pädiſche Wörterbuch (glossae Salomonis) in lateiniſcher Sprache. Es gibt zwar
manches aus dem Schatze der alten Lexikographen, namentlich aus Iſidorus,
wörtlich wieder, enthält aber doch auch viele Eigentümlichkeiten zur Erläute⸗
rung damaliger Weltanſichten und Verhältniſſe und führt dabei die Mangel⸗
haftigkeit der damaligen Kenntniſſe und Begriffsbeſtimmungen vor Augen.“
Stälin, Wirtemberg. Geſchichte Bd. I. p. 405. Die von Sindolt erwähnte Gloſſe
lautet: Rabulum = thincman. qui semper vult ad unam quamque rem
disputare. Sicut Ratolt facit. Es war nicht ungewöhnlich, daß die von ihrer
Ordensregel ſo vielfach zum Schweigen veranlaßten Mönche einem verhaltenen
Groll durch Einträge in die Handſchriften und Bücher Luft machten. So iſt
auf dem letzten Blatt des Codex 176 ein großes Geſchirr abgebildet, daneben
mehrere Arbbliche Hexameter wider den Kloſtergeiſtlichen Grimoald geſchrieben
ſind, z. B.:
Grimoald, fällt es dir bei, aus dieſem Kruge zu ſchöpfen:
Möge ſein Inhalt ſofort ſich in Säure des Eſſigs verwandeln
Und ein unendlicher Huſten ſamt brennendem Durſt dir beſchert ſein!
vergl. Hattemer, Denkmale I. 412. Die Schmähverſe des Schotten Dubduin
ſind mitgeteilt bei Ildefons v. Arx, Berichtigungen und Zuſätze zur Geſchichte
des Kantons Sankt Gallen, p. 20. not. d.
23) Über Sintram, den fleißigen Schreibekünſtler, vergl. Ekkeh. IV. casus
S. Galli c. 1. bei Pertz Monum. II. 89.
24) Eine ganz ähnliche Kur mit Umſchlag einer friſchabgezogenen Wolfshaut
und Einreibung des Gehirns eines indiſchen Fiſches ſchlägt in dem ſeltſamen
lateiniſchen Gedicht Ecbasis captivi v. 495 u. ff. der Fuchs dem kranken König
Löwen zur Stillung des Fiebers vor. S. Grimm und Schmeller, latein. Ge⸗
dichte des X. Jahrh. p. 259.
25) .. mulieres ille et mala arborum naturali sibi quodam odio adeo
execratus est, ut, ubi in itinere utrumvis inveniret, mansionem facere
nollet. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 4 bei Pertz Mon. II. 104.
26) ſ. J. v. Arx, Berichtigungen und Zuſätze ꝛc. p. 26.
27) ſ. vita Wiboradae, auctore Hartmanno in den acta Sanctorum.
Mai. tom. I. p. 288.


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