Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 437
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 437

accipiens Pachumius manducavit et factum est os ejus amarum,
porro venter ejus dulcedine impletus est, et magnificavit Dominum
valde.“ Vita Pachumii Siti abbatis in der Handſchrift 310 der Karlsruher
Hofbibliothek.
45) de cilicio etiam, quo ipsa utebatur, cuius hodie asperitatem pro
reliquiis id habentes horrescimus Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 3.
Pertz Mon. II. 107.
46) proferensque mala de silva acidissima, inhianti et de manibus
ejus rapienti reliquerat. At illa vix unum dimidium ore et oculis con-
tractis vorans, caetera projiciens: „Austera es, ait, austera sunt
et mala tua.“ Et cum esset literata: „Si omnia, inquit, mala factor
talia creasset, nunquam Eva malum gustasset “ „Bene, ait illa, Evam
memorasti; enimvero quomodo et tu sic deliciarum avida erat, ideo
in escula unius mali peccaverat. “ Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 10 bei
Pertz Mon. II. 119.
47 Der Erzengel Michael war dem Mittelalter Gegenſtand mannigfachen
Aberglaubens. Man glaubte, daß er die Wache am Throne Gott Vaters halte,
ja ſogar, daß er Montags vor ihm die Meſſe zelebriere. Biſchof Rather von
Verona eifert in ſeiner Predigt de quadragesima heftig gegen dieſe rohen
ſinnlichen Vorſtellungen: Vgl. Vogel, Ratherius v. Verona und das 10. Jahr⸗
hundert. Bd. I. 293.
48) Hroswitha von Gandersheim hat die Geſchichte von der Thais und dem
Anachoreten der Wüſte in ihrer naiven lateiniſchen Komödie Paphnucius be-⸗
handelt. S. Magnin, théâtre de Hrotswitha, Paris 1845. p. 280 u. ff.
49) „Quid mihi et inanibus hujus seculi vanitatibus? Audio in
coelis signa sonitusque campanarum ac dulcisonam angelicae modu-
lationis harmoniam: illuc ire desidero, his interesse delector.“ Vita
Wiboradae auctore Hartmanno cap. 2.
50) Frau Wendelgards Sehnſfucht nach dem gefangenen Ehgemahl ward in
anmutiger Weiſe geſtillt. Sie ging aus ihrer Klauſe jedes Jahr einmal nach
Buchhorn, um des Grafen Ulrich Angedenken mit einer feierlichen Jahrzeit zu
ehren. Wie ſie einſt nach derſelben mit eigener Hand den Armen Almoſen aus⸗
teilte, ſtand einer unter den Bettlern, zerriſſen und entſtellt, dem ſchenkte ſie
ein Kleid. Er aber ließ ihre Hand nimmer aus der ſeinen, zog ſie zu ſich und
küßte ſie vor allem Volk, ſtrich ſein Haar zurück und ſprach: Erkenne deinen
Gemahl. Da Frau Wendelgard, unwillig über ſolchen Gewaltſtreich eines
Fremden, ſich abwenden und ihn den Dienern zur Züchtigung überweiſen
wollte, wies er ihr eine alte Narbe, und wie aus langem Schlaf erwachend
fuhr ſie auf: O mein Gebieter, du aller Menſchen mir der teuerſte, ſei ge⸗
grüßet, du mein Herr, ſei gegrüßt, du immer ſüßer! und lag weinend in feinen
Armen. Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 10 bei Pertz Mon. II. 120.
51) .. pelle ejus simulatae sanctitatis detracta. Hepidan, vita
Wiboradae cap. II.
52) .. quia nondum in se mortificaverit phylargyriam, quae est om-
nium radix malorum u. f. w. Die Anklagen, wegen deren ſich Wiborad einſt
vor dem Biſchof in Konſtanz zu verantworten hatte, ſind ausführlich nachzu⸗
leſen in Hepidan, vita Wibor. II. 11.
.grave pondus auri Veronensis, Geſchenk des Biſchof Petrus. Die
Kloſtergeſchichte iſt reich an Aufzeichnungen der durch Fürſorge der Abte oder
die Huld fremder Gönner erworbenen Koſtbarkeiten. S. Ekkeh. IV. Casus
S. Galli cap. 1. Pertz, Monum. II. 81.
54) JMmagnum calicem ex electri miro opere. Casuum S. Galli cont. II.


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