Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 451
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 451

und daraus zu weisſagen und zukhünfftige Dinck erfharen und daraus die
Edelen pflagen zu hohen Feſten zu trinken; auch große Urochßenhörner in
ſilber gefaßt und Trommeten zum Kriege, ſchwerter und dolche und ander köſt⸗
lich Zeug und Geräte, das hübſch und kunſtreich von Arbeit und zu der Götzen
geſchmuck beſcheeret war.. Und der Götze Triglaff war von Golde und hatte
drei Köpfe, davon er auch ſo genennet iſt worden, denn triglafi auf wendiſch
heißen drei köpfe, damit ſie haben bedeuten wollen, daß er ein Gott were über
Himmel, erde und helle. Den nahm Sant Otto mit ſich wegk und ſchickte ihn
dem Pabſt Honorio zu einem triumpff und zu einer Anzeigung der Pommern
Bekehrung. Thomas Kantzow, Pomerania oder Urſprunck, Altheit und Ge⸗
ſchicht der Völker und Lande Pommern, Caſſuben, Wenden, Stettin, Rhügen
(ed. Koſegarten) p. 107.
174) .. fatuitatis monstrum ubi '’sentiunt, omnes illi risibiles par-
cunt. Ekkeh. casus S. Galli c. 3.
175) .. nam cum quidam illorum ascia vibrata unum retinaculorum
succideret, Heribaldus inter eos jam domestice versatus „Sine, inquit,
r be bone, quid vis vero, ut nos, postquam abieritis, bibamus?“ Ekkeh.
176 S. Ekkehards Erzählung bei Pertz, Mon. II. 104.
177) Postquam vero mero incaluerant, horridissime diis suis omnes vo-
ciferabant I. c. Das Lied mag ſich auf Attilas Abenteuer mit der Prin⸗
zeſſin Honoria, Schweſter des Kaiſers Valentinian, beziehen, die aus Rache
dafür, daß ſie wegen unſtandesgemäßer Neigung zu ihrem Kämmerer Eugenius
ins Kloſter geſteckt worden, den Barbarenmonarchen durch Überſendung eines
Ringes anflehte, ſie als ſeine Verlobte. und Gattin heimzuführen. S. Gibbon,
Geſchichte des röm. Weltreichs cap. 35
178) .et effussa laetitia saltant coram principibus. Ekkeh. IV.
cit.
179) Cambutta, scottica vox, baculum significans. Nach dem Tode des
heiligen Columban wurde dem heiligen Gallus deſſen Cambutta als Andenken
überbracht. S. vita Sancti Galli bei Pertz, Mon. II. 14. und J. v. Arx An⸗
merkung. Man irrt wohl ſchwerlich, wenn man ſich eine ſolche Cambutta we⸗
niger elegant denn keulenartig denkt, da ſchon vom gewöhnlichen Spazierſtock
der Zeitgenoſſen Karl des Großen eine wahrhaft ſchreckbare Beſchreibung über⸗
liefert iſt.. . baculus de arbore malo, nodis paribus admirabilis, rigi-
dus et terribilis! Monachus San Gallensis I. 34 bei Pertz, Mon.
II. 747.
180) „ubicunque autem hae reliquiae fuerint, illic pax et aug-
mentum et lenitas aëris semper erit.“ Annales San Gallens. major. bei
Pertz. Mon. I. 71.
181) Offenbarung Johannis 20, 7. Allgemein hielt man den Gog und Magog
der Schrift in den Ungarn verkörpert und ſah in ihnen die Vorläufer des Welt⸗
endes; die Frage wurde ernſthafter theologiſcher Prüfung unterzogen. S.
Gibbon, Geſchichte des röm. Weltreichs cap. 55. II.
182) Die Ehre des erſten Angriffs im deutſchen Reichsheer galt für ein von
alters her den Schwaben zuſtehendes Vorrecht. Nach dem Schwabenſpiegel ver⸗
leiht Karl der Große: swa man umbe des riches not striten solte, da
sulen die swabe vor allen sprachen striten. Landrecht § 32. — Eine Reihe
anderer Stellen aus Geſchichtſchreibern und Dichtern desſelben Inhalts ſ. bei⸗
Stälin, wirtemberg. Geſchichte I. 393.
183) Waffen, Feindio! der alte clamor ad arma, Alarm, Waffenſchrei. S.

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