Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 453
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 453

193) „Mir wird ſo kühl im Haärniſch, ſprach der Fiedelmann,
Drum glaub' ich, daß der Morgen ziehet ſchon heran,
Ich ſpür' es an der Kühle, es wird wohl balde Tag.
Nibelungenlied, Avent. 31.
194) . „Es iſt ein grauſam ding, anzuſehen. Dieſer fall heißt zu unſern
Zeiten „am Lauffen“. Es wirt dies Waſſer, ſo es oben herab fallt, zu eim
gantzen ſchaum, es ſteubt über ſich gleich wie weiſſer rauch. Do mag kein
Schiff herab kommen, anderſt es zerfiel zu ſtucken. Es mögen auch keine Fiſch
die Höhe dieſes Felſen überſteigen, wann ſie ſchon ſo lange krumme zeen hätten,
wie das Mörthier Rosmarus oder Mors genannt.“
Sebaſtian Münſter. Coſmographey s. v. Schaffhauſen 1574. S. 551.
195) Sahspach, Hadewigae beneficii villa. S. Ekkeh. IV. casus S.
Galli c. 10 bei Pertz. Mon. II. 135.
196) Verfluchungen gegen etwaige Widerſacher gehörten bei allen auf Ver⸗
gabungen, Eigentumsübertragungen, Stiftungen ꝛc. bezüglichen Urkunden zum
Kanzleiſtil. Man war in den verſchiedenen Formen von erfindungsreicher
Mannigfaltigkeit. „Es fühle der Leib in den Jahren ihres Lebens den Vor⸗
ſchmack der unendlichen Höllenpein, wie Heliodor, welchen die Engel geſtäupt,
wie Antiochus, welchen die Würmer gefreſſen,“ heißt es z. B. im Stiftungs⸗
brief des Kloſters Peterlingen. „Wer mit böswilligem Gemt dieſe Schrift
lieſt“ wird anderswo gewünſcht, „möge zur Stelle erblinden!“ S. Joh. v.
Müller, Geſchichte der Schweiz I. 253. Eine Zeit, die ſich ſo umfangreich aufs
Segnen verſtand, mußte notwendig auch im Fluchen Erkleckliches leiſten.
197) „ et multi illorum comprehensi sunt cum rege eorum nomine
Pulszi et suspensi sunt in patibulis.“ Annales S. Gallenses major. ad.
ann. 955 bei Pertz, Mon. I. 79.
198) „Qui dubitans minime, huic illam nubere posse.“
Ruodlieb fr. XVI. v. 16.
199) „Mich macht ein kleines Hälmchen froh:
Es ſagt, mir ſfolle Gnade kommen;
Ich maß dasſelbe kleine Stroh,
Wie ich's bei Kindern wahrgenommen.
Nun höret all und merkt, ob ſie es tu':
Sie tut, tut's nicht, ſie tut, tut's nicht, ſie tut!
Wie oft ich maß, ſtets war das Ende gut.“
Herr Walter von der Vogelweide (überſetzt bei Simrock, altdeutſches Leſebuch
1854 p. 208).
200) „ Ccorda hominum quos capiunt particulatim dividentes ve-
luti pro remedio devorant.“ Regino Chronicon ad ann. 889 bei Pertz,
Mon. I. 600.
201) .. Der ist sailic der dri behüttet sine gewate daz er nihet nac-
cetne gange uſw. Predigt, mitgeteilt von J. v. Arx aus einem Pergamentblatt
des XI. Jahrhunderts und verbeſſert herausgegeben bei Hattemer, Denkmale
ꝛc. I. 326.
202) S. Grimm, Rechtsaltertümer p. 723 s. v. „Dachabdeckung“.
203) „Ungar baptizatus uxorem duxit, filios genuit.“ Ekkeh. IV.
casus S. Galli c. 3.
204) Rüdiger Maneſſes Sammlung I. 87.
205) S. Grimm, Rechtsaltertümer p. 726. s. v. „Prellen“.
206) S. lex Ripuariorum cap. 57. Der auf ſolche Weiſe Freigelaſſene hieß
homo denariatus.
207) S. Ekkeh. IV. casus S, Galli cap. 10 bei Pertz, Mon. II. 135.


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