Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 455
(PDF, 52 MB)
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen. 455

216) „Dem Schröter, den es mit Donner und Feuer in Bezug ſetzt, mag das
deutſche Volk beſondere Ehre angetan haben.“ Grimm, Mythologie (3. Ausg.)
p. 657. S. auch pag. 167 über die Bedeutung dieſes und anderer Käfer.
217) Über die Einrichtung der Sendgerichte vgl. J. v. Arx, Geſchichten des
Kantons St. Gallen I. 257.
218) Maiores locorum de quibus scriptum est, „dquia servi, si non
timent, tument“, scuta et arma polita gestare incoeperant; tubas
alio quam ceteri villani clanctu inflare didicerant, canes primo ad
lepores, postremo etiam non ad lupos sed ad ursos et ad tuscos, ut
quidam ait, minandos aluerant apros. Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 3
bei Pertz, Monum. II. 103.
219) „Per Hadewigae, ait, vitam! sic enim iurare solebat..
Ekkeh. IV. casus S. Galli cap. 10.
220) „ich hoere ein süeze stimme
in minem houbet singen
die hoere ich gerne klingen..“
der Weinschwelg v. 268 u. ff.
221) Elpentrötſch, tölpentrötſch, trilpentritſch, hilpentritſch uſw., ein linki⸗
ſcher einfältiger Menſch, dem die Elbe (Elfen) etwas angetan haben. S. Grimm,
Mythol. 412.
222) Der Kuckuck iſt bekannt als Orakelverkünder im frühlingsgrünen Walde.
Viel merkwürdige Traditionen über ihn ſ. bei Grimm, Mythologie 640 u. ff.
Eine ſehr alte Sage erzählt, er ſei ein verwünſchter Bäcker oder Müllerknecht,
der armen Leuten von ihrem Teig geſtohlen, und trage darum fahles mehlbe⸗
ſtaubtes Gefieder.
223) S. das Ausführliche über die abergläubiſchen Vorſtellungen bei Verfinſte⸗
rung des Mondes, die nach Tacitus Annal. I. 28 ſchon die Gemüter der auf⸗
rühreriſchen pannoniſchen Legionen beunruhigten, bei Grimm a. a. O. p. 668.
— Es iſt ein bemerkenswerter Zug der germaniſchen Vorzeit, daß ſie ſogar dem
Mond in ſeinen vermeinten Nöten durch Geſchrei abzuhelfen beſtrebt war.
224⁴4) dò huob er ůf unde tranc
ein hundert slüntigen trunc;
er sprach „daz machet mich junc“.
der Weinschwelg v. 197.
225) . Salutem et profectum in doctrina! Brief Meiſter Ruodperts von
St. Gallen bei Wackernagel, altdeutſches Leſebuch p. 138.
226) si fugae, inquit, copiam haberem, invenum optimi, profecto
fugerem, nunc autem in vestris duia velim noliin sum mauibuas, mitius
mecum quidem vos condecet agere. S. die ganze Schilderung von Rudi⸗
manns nächtlichem Einſchleichen und Ertappung bei Ekkeh. IV. casus S. Galli
c. 10. Pertz, Mon. II. 124.
227) Die damaligen Studien erſtreckten ſich auch auf die Sternkunde. In der
ſanktgall. Handſchrift Nr. 18 p. 43 findet ſich das Bild eines Mönches, der
durch ein Fernrohr nach den Geſtirnen ſchaut. Notker Labeo beſchreibt ausführ⸗
lich einen im Kloſter aufgeſtellten Himmelsglobus. Die aſtronomiſchen Schrif⸗
ten der Alten, z. B. Aratus, kannte und las man. Bgl. J. v. Arx, Geſchichten
2c. I. 265.
228) .. Antipodes nulla ratione credendi sunt, quia nec solitidas
patitur, nec centrum terrae, sed neque hoc ulla historiae cognitione
firmatum, sed hoc poetae quasi ratiocinando conjectant.
Wörterbuch des Biſchof Salomo.
229) Dieſe berühmte Disputation beſchreibt ausführlich der fränkiſche Mönch


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