Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 456
(PDF, 52 MB)
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456 Anmerkungen.

Richer im dritten Buch ſeiner Geſchichten Kap. 65. Der Kaiſer gab Befehl, das
gelehrte Turnier einzuſtellen, denn „der Tag war darüber beinah zu Ende ge⸗
gangen und die Zuhörer von den vielen und langen Reden ermüdet“.
230) Die klöſterliche Diſziplin war bemüht, mit den mannigfachſten Akten
des gewöhnlichen Lebens ein Gebet oder einen Hymnus zu verbinden. Die
ſanktgalliſche Handſchrift 134 enthält eine Sammlung ſolcher Hymnen, z. B.
Hymne beim erſten Hahnenruf (ad gallicium), beim Faſten, vor und nach dem
Imbiß, beim Anzünden der Nachtlampen uſw. Bgl. Hattemer, Denkmale ꝛc.
I. 273 u. ff.
231) .. Altera dein die. magistrum lectura adiit. Et cum sedisset,
ad quid puer ille venerit, ipso astante inter cetera quaesivit. Propter
Grecismum, ille ait . . domina mi! ut ab ore vestro aliquid raperet,
alias sciolum vobis illum attuli. Puer autem ipse pulcher aspectu,
metro cum esset paratissimus, sic intulit: Esse velim Graecus uſw.
Ekkeh. IV. casus S. Galli c. 10 bei Pertz, Mon. II. 125.
232) Grimm, deutſche Rechtsaltertümer p. 702 s. v. Scheren.
233) S. Thegani vita Hludowici imp. I. 19 bei Pertz, Mon. II. 594.
234) . spillüten und allen den, die gut für ere nement und
die sich ze aigen geben hant, den git man ains mannes schaten
von der sunnen etc. Landrecht des Schwabenſpiegels.
23³⁵) . . dabei ein ſchönes Gärtelein,
Darumb gehet ein ſeiden Faden.
Laurins kleiner Roſengarten.
236) „Was ſoll ich aber von ihren abenteuerlichen Schuhen ſagen? Denn in
dieſer Hinſicht ſind die Mönche ſo unvernünftig, daß ihnen der Nutzen einer
Fußbekleidung großenteils entgeht. Sie laſſen ſich nämlich ihre Schuhe ſo eng
machen, daß ſie darin faſt wie in den Stock geſchloſſen, am Gehen gehindert
ſind. Auch ſetzen ſie denſelben vorne Schnäbel, an beiden Seiten aber Ohren
an und tragen große Sorge, daß ſie ſich genau dem Fuße anſchließen; halten
auch ihre Diener dazu an, daß ſie mit beſonderer Kunſt den Schuhen einen
ſpiegelhellen Glanz verleihen.“ Dritte Ereiferung des Primas auf der Synode
zu Mont Notre⸗Dame bei Richer III. 39.
237) Hildebrandslied v. 70 u. ff. — Noch Prätorius († 1680) in ſeiner Welt⸗
beſchreibung erwähnt „närriſche Gaukelerszelte, wo der alte Hildebrand und
ſolche Poſſen mit Docken geſpielt werden, Puppen⸗Comödien genannt.“
238) Dieſer fabelhafte Ahnherr aller Grobſchmiede war ſeit altersher der
deutſchen Volksüberlieferung eine entſchieden beliebte Geſtalt. Bis ins vorige
Jahrhundert trug ein Haus in Würzburg nach ihm den Namen „zum großen
Schmied Wieland“. Das alte deutſche Gedicht, welches ihn zum Helden erkor,
iſt uns nicht mehr erhalten, die nordiſche Sage aber hat ihm die gebührende
Aufmerkſamkeit geſchenkt. S. Wilkina Sage Kap. 19—30, bei von der Hagen,
altdeutſche und altnordiſche Heldenſage I. 56 u. ff.
239) ſ. Steub, zur rhätiſchen Ethnologie p. 103. s. v. „Goſſenſaß“ und Drei
Sommer in Tirol p. 504.
2240) Welandus ab aliquibus Sanctus dictus. . Acta Sanctorum.
Mart. tom. I. 364.
241) S. Maßmann, Gedichte des XVI. Jahrhunderts, Band II. Das Helden⸗
gedicht, wie es hier teilweiſe nacherzählt iſt, hat die Bearbeitung, in der es
vorliegt, erſt im zwölften Jahrhundert erhalten; der Inhalt aber iſt entſchieden
alt und weiſt auf frühere Sagen zurück, die füglich zu Praxedis' Zeit ihren
Weg an den griechiſchen Kaiſerhof gefunden haben mochten.
242) Marmoreum sibi sarcophagum longe ante obitum jussit prae-


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