Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-4/6
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 6: Ekkehard. 2. Teil.)
[1916]
Seite: 464
(PDF, 52 MB)
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464 Nachwort.

rechtfertigende ſchwache Präteritum: ſprießten auf (S. 232), das
auf ein Verbum ſprießen durch Stemmen von Holz ſtützen (in
„Sproſſe“ noch lebendig) — vgl. Weigand, Wörterbuch, 5. Aufl. II,
Sp. 932 — zurückgeht, durch die ſtarke Form zu erſetzen. Scheffel
bevorzugt auch ſonſt die ſchwache Konjugation des Verbs (S. 207:
bewegt gleitete ſein Auge, S. 297: ebenſo ſchnell gleitete er., S.
337: es gleitete ihm aus der Hand. vgl. Weigand I, Sp. 738) und
hat die Form ſprießten wohl abſichtlich gewählt.
Die Literatur über Ekkehard bis zum Jahr 1911 findet man zu⸗
ſammengeſtellt bei Breitner, Scheffel und ſeine Literatur. Bay⸗
reuth 1912, S. 1—35. — Es ſei noch hingewieſen auf Fontanes
Ekkehardbeſprechung (jetzt in den „Geſammelten Werken“ 2. Serie,
Bd. 9: Aus dem Nachlaß S. 235 ff.) und auf folgende Briefe: An Frau
Dr. Behrendt (Venedig, 3. Juli 1855), von Treutler veröffentlicht
(abgedr. im „Berliner Tageblatt“ vom 13. Oktober 1893), an Wil⸗
helm Meyer⸗Ott (Briefe an Schweizer Freunde, hg. von Frey.
Zürich 1898, S. 45), an Schwanitz, S. 203, 205, 206, 207). Von
beſonderer Wichtigkeit aber ſind die Mitteilungen, die Kremſer in
ſeinen „Studien über J. V. v. Scheffel“ (Salzburg 1913) macht.
Aus ihnen ergibt ſich, wie klar der Dichter das Problem des hiſtori⸗
ſchen Romans erfaßt hatte (S. 10 ff.), daß der Ekkehard urſprüng⸗
lich in gebundener Form geplant war (S. 30), daß das eigentliche
Thema des Romans in den Satz zu faſſen iſt: Wie und unter welchen
Umſtänden kommt ein Mann im zehnten Jahrhundert dazu, ein
epiſcher Dichter zu werden? (S. 32 f.) und endlich, daß der Dichter
ſeinem Werk durchaus mit kühler, kritiſcher Ruhe gegenüberſtand
und ſeine Schwächen wohl zu erkennen vermochte (S. 33 f.). — Den
perſönlichen Einſchlag in der Dichtung, durch den allein ſie jene
innere ergreifende Wahrhaftigkeit und Echtheit erlangt hat, die wir
heute an ihr bewundern, hat Boerſchel wohl endgültig aufgedeckt in
ſeinem Buch über Scheffel und Emma Heim, neue, bearbeitete Aus⸗
gabe bei Heſſe & Becker in Leipzig o. J. (1916) S. 136 f. u. ö.

Druck und Einband von Heſſe £ Becker in Leipzig.


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