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80 Epiſteln und Reiſebilder. II.
Johann Bartolomäus dem Hausknecht hierauf dem Pilgergreis
tatſächlich dartaten, daß dieſe Abendzeit die geeignetſte ſei, auf
der Heerſtraße weiterzupilgern.
Wie der Pilgergreis alle drei dafür vor den Richterſtuhl Got⸗
tes geladen. — —
5. Wie der Meiſter Joſephus, damit dieſes Gedenkbuch zu
finem Schluß und Ende komme, endlich ſelber von dannen ge⸗
ahren.
Explicit feliciter!
Ein Gang zur großen Kartauſe in den Alpen der
Dauphiné.
Wer ſich in den letzten Maitagen des Jahres 1856 zu Lyon
befand, hat traurige Dinge zu erleben gehabt.
Die beiden Flüſſe Saone und Rhone waren fürchterlich
angewachſen, ganze Quartiere ſtanden unter Waſſer, die Rhone
überſchritt ihr linkes Ufer und demolierte ganze Straßen der
Vorſtädte les Brotteaux und la Guillotière, Menſchenleben
gingen zugrunde, Stadt und Land waren im Notſtand, der
Kaiſer ſelbſt kam unerwartet von Paris herüber und durch⸗
ritt die überſchwemmten Straßen, um Augenſchein von dem
Elend zu nehmen.
In dieſer Zeit allgemeiner Kataſtrophe ward manches Rei⸗
ſenden Plan durch die Macht der Umſtände durchkreuzt; jede
Verbindung mit dem Süden war abgeſchnitten, die ausgetre⸗
tenen Gewäſſer hatten die Eiſenbahn du Midi zerſtört, die
Dampfſchiffahrt auf der Rhone war unmöglich, Diligencen
ſtanden keine zur Verfügung. Nur die Wege oſtwärts nach den
Alpen, wo die breite Heerſtraße nach Turin hinüberführt, wa⸗
ren zum Teil noch praktikabel.
Um den trüben Bildern dieſer Tage, wo der Menſch ver⸗
geblich wider die Macht der Elemente rang, zu entgehen, ent⸗
ſchloß ich mich mit zwei getreuen Reiſegefährten zu einem
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