Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 8: Episteln und Reisebilder. II)
[1916]
Seite: 155
(PDF, 45 MB)
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Epiſteln aus Donaueſchingen. 155

4

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—22 – S S r . r⸗
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, 7 E . 7 EEEEE 27 –—
— — . . W Wff ——
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1 1
— — —

Man muß Syßmbolik ſtudiert haben, um zu wiſſen, daß ſolcher
plaſtiſchen Geſtaltung ſtets eine Bedeutung unterliegt. Dies⸗
mal war ſie keine myſtiſche. Hochwirdigſter Engerer ... des
anderen Tages dankte ich für genoſſene Gaſtfreundſchaft, gab
den Köchen und Dienern ein anſtändig Douceur, ſprach okysel
na farkysel! und verzog mich zu den eidgenöſſiſchen Förſtern
nach Schaffhauſen. L
Im Kloſter Rheinau hatten ſie den Ekkehard geleſen, und
beſagter Schlaftrunk war des Cellerarius Rache!
Hochwirdigſter Engerer, ich bitte um ſtilles Beileid!
Ad fontes Danubii, 18. Juli 1858.
Joſephus vom dürren Aſte.“

Makame,

der Familie Artaria in Weinheim gewidmet.

Juſſuf Scheff⸗El ſpricht: Viel Stunden ſind um und viel
auch bereits ſind um Tage, — Seit mit alten Scharteken ich
mich herumſchlage. — Zwar iſt darunter die Urſchrift der
Nibelungenſage, — Die vor Mottenfraß ich geſchützt in juchten⸗
ledernem Umſchlage, — Doch ſteht zu fürchten, daß ich mich
lahm und krumm plage, — Daß der Schaben und Motten
Schwarm an mir ſelber ringsum nage, — Wenn, ſtets bei der
Arbeit geharrend, ich nur meinen Büchern ſtumm klage, —
Daß niemand, niemand, niemand mit mir des alten Kanzlei⸗
dieners Gebrumm trage — Und vieles, was ich zu leſen ver⸗
dammt, in die Welt ſo entſetzlich dumm rage. — Drum ſcheint
mir, daß heut, wo ich wiederum auf meiner Bücherei ſitze, —
Daß von Rechts wegen vernünftiger und mir zu Beſſerem ſei
nütze, — Wenn in den Ernſt auch ein klein wenig ſchalkhaf⸗
tige Narretei blitze — Und ich gegen 18 Grad Winterfroſt mich
durch einige Reimſchreiberei ſchütze. —


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