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Geſammelte Gedichte.
Und als er kam die Straß' herauf,
Am Fenſter tat ſie ſtehen.
Sie trug ein ſchwarzes Band im Haar,
Von weitem ſah er's wehen.
Sie trug um den ſchlanken Schwanenhals
Ein ſchwarzes, langes Bändlein,
Es ſchmückte ein Band von der gleichen Farb'
Die lilienweißen Händlein.
Und als er die ſchwarzen Wimpel ſah,
Da ward ihm gar traurig zu Sinnen,
Es ging eine Liebe ins tiefe Grab,
Und er fuhr wieder von hinnen.
Und gäb's im Land keine Eiſenbahn,
So käm' man ſo leicht nicht zuſammen,
Und wär' die Baſ' nicht ſo heillos ſchön,
Geriete kein Vetter in Flammen.
Walpurgisnacht.
Schon kräht der Hahn. Der Spuk iſt aus.
Als Siegbeute minnender Stunden
Blieb nichts mir als ein Veilchenſtrauß,
Von ſchwarzer Seide umwunden.
Die Veilchen kichern: O Mainachtſpaß,
O ſeliges Bergwaldgeſtreife.
„Memento mori“ brummt im Baß
Die ſchwarze Seidenſchleife.
Soehnſucht.
Schmerzbelaſtet ſchweifen die Gedanken
Nach Heſperiens kunſtbeglückten Auen,
Ach, noch einmal möchten meine kranken
Blicke dich, mein einzig Rom, erſchauen.
Ach, noch einmal deine Mortadella
Möcht' ich koſten, deinen rohen Schinken —
Ach, noch einmal in der Tarantella
Tollem Strudel möcht' ich unterſinken
Und noch einmal in der Palombella
Süßen Lethe von Orvieto trinken!
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