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Geſammelte Gedichte.
Wohl kenn' ich jenes Blinken,
Und betend beug' ich das Knie:
Das war einer Seligen Winken,
Hab' Dank, hab' Dank, Marie!
II.
Eines hab' ich doch erfahren,
Seit mein Schmerz verſengend brennt:
Daß wir nie ſo nah uns waren,
Als ſeitdem der Tod uns trennt.
Oft im Schauer ſtiller Nächte,
Wenn das Herz mir ſchmerzvoll ſchlägt,
Fühl' ich, wie ſich deine Rechte
Segnend auf das Haupt mir legt.
Oft auch, wenn ich ſchwer mich quäle,
Klingt ein plötzlich Troſtgedicht,
Und ich fühle deine Seele,
Die verklärt mit meiner ſpricht.
In ultima hora mortis.
Nun da es an ein Sterben geht,
Jauchzt meine Seele in Freuden,
Da ſie in ſtiller Majeſtät
Vor Gottes Thron darf ſchreiten.
Fahr' wohl, o Welt, der Leib zerbricht,
Der Staub verlangt zum Staube,
Frei ſchwingt der Geiſt ſich auf zum Licht
Gleich einer wilden Taube.
Ich hab' geſiegt! Es iſt vollbracht!
Des Leichnams Lächeln zeige,
Daß ich aus dieſer Erdennacht
Als Triumphator weiche.
Was war vorher? Ich weiß es kaum ...
Staubflimmerig, flittrig Weſen!
Vorbei, vorbei! Es wird zum Traum,
Daß ich ein Menſch geweſen!
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