Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 9: Gesammelte Gedichte)
[1916]
Seite: 229
(PDF, 39 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw9/0229
Geſammelte Gedichte. 229

Und vor allem dank' ich dem lieben Gott,
Der ſeine Güte ließ walten
Und Buch wie Verfaſſer in Gnaden hat
Zu ſolcher Freude erhalten!
Radolfszell, am 56. Geburtstag,
16. Februar 1882.

Der J. B. Metzlerſchen Verlagsbuchhandlung
zur Feier des 200 jährigen Beſtehens der Firma (20. Mai 1882).
Geſchäftstreu und in Ehren
Schon ſeit zweihundert Jahr:
Solch Haus empfiehlt ſich ſelber,
Denn ſolch ein Fall iſt rar.

Was in der Väter Weiſe
Schlicht vorwärts ſtrebt, beſteht,
Derweil, was Schwindel gründet,
Wie Spreu im Wind verweht!

Gedenkſpruch.

Du gibſt in deinem Brief dich kund
Als „echtes fröhliches Wiener Kind,
Dem Lachen und Offenherzigkeit
Das Liebſte auf der Welt noch ſind.“
Gott ſegne dir ſolch frohen Mut,
Er bleibt des Lebens beſtes Gut!

Würzburger Feſtlied.
Zum dreihundertjährigen Jubiläum
2. Auguſt 1882.
Herr Julius Echter von Meſpelbrunn,
Fürſtbiſchof und Herzog in Franken,
Trank ſeinen Becher Leiſten und ſprach:
Mir kommt ein guter Gedanken:

„Meine Würzburger Glöcklein
Haben ſchönes Geläut
Und die Würzburger Mägdlein
Sind kreuzbrave Leut,


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