Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,mi-7/10
Scheffel, Joseph Victor von; Franke, Johannes [Hrsg.]
Joseph Victor von Scheffels sämtliche Werke: mit acht Kunstbeil. nach Gemälden von E. Grützner, A. Liezen-Mayer, Anton von Werner u.a., einer Kt. u. drei Handschriften (Bd. 9: Gesammelte Gedichte)
[1916]
Seite: 255
(PDF, 39 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw9/0255
Nachwort. 255

die Quellenangabe fehlt, ſtammen aus dieſen beiden Büchern. Dann
gab's überraſchend reiche Funde in dem Nachlaß des Geheimen
Juſtizrats Carl Schwanitz, des alten treuen Scheffelfreundes, der
mit pietätvoller Sorgſamkeit alles, was von ſeinem teuren Joſeph
herrührte oder auf ihn Bezug hatte, ſammelte und aufbewahrte. Ein
Freund des Herausgebers, der nicht genannt ſein will, hat mit Er⸗
laubnis der Beſitzerin, Frau Steinmann⸗Schwanitz, den Nachlaß
durchgeſehen und die Abſchrift der unbekannten wie die Kollationie⸗
rung der bekannten Gedichte beſorgt. — Noch iſt hervorzuheben, daß
die Dankgedichte aus dem Jahre 1876, die durch Glückwünſche zu des
Dichters 50. Geburtstag veranlaßt worden ſind, aus den verſchie⸗
denſten Tageszeitungen ſtammen, die meiſt auch im Schwanitznachlaß
ſich befinden. Selbſtverſtändlich ſind auch die Jahrbücher des Schef⸗
felbundes und der Scheffelkalender dem vorliegenden Bande zugute
gekommen.
Bezüglich der den Gedichtüberſchriften im Inhaltsverzeichnis bei⸗
gefügten Jahreszahlen bemerkt der Herausgeber ausdrücklich, daß
es ſich dabei des öfteren nur um Vermutungen handelt, und daß
Irrtümer, namentlich da, wo alle äußeren Zeugniſſe fehlen, wohl
im Bereiche der Möglichkeit liegen. Trotzdem mußte der Verſuch
gewagt werden.
Noch ein Wort über ein paar Einzelheiten.
Nicht aufgenommen ſind die Gedichte: „Der Turner“ (Scheffel⸗
jahrbuch 1903, S. 116, wo auf das beſtimmteſte verſichert wird,
Scheffel hätte auf Anfrage die Verfaſſerſchaft abgelehnt, freilich wird
der Brief nicht abgedruckt), „Naus aus dem Haus“ (Proelß im
„Neuen Stuttg. Tageblatt“ 1908, Unterhaltungsbeilage 122 und
123, wo der Ingenieur Beger in Offenburg als Dichter des friſchen,
ſtark an Scheffel gemahnenden Liedes genannt wird. Überdies iſt
die Wendung: Nix wie naus! bei Scheffel nicht ganz ſelten; vgl. Bd.
VII 123, VIII 18, 27, IX 126, was ja freilich keinen Beweis für
die Autorſchaft des vorliegenden Gedichts bildet). Das in allen
Kommersbüchern ſtehende Heuſchrecklied (Was ein gerechter Heu⸗
ſchreck is') wird als Scheffelſches Eigentum wiedergegeben in dem
„Viktor Scheffel⸗Album“ hrg. von Heſſe, Berlin o. J., doch fehlt
jedes zwingende äußere Zeugnis für die Annahme der Echtheit;
innere Gründe ſprechen allerdings nicht dagegen. Trotzdem glaubte
der Herausgeber von der Aufnahme abſehen zu ſollen. Das gleiche
gilt von dem „Belletriſte“ſcherz, der dort ebenfalls wiederge⸗
geben iſt. (Vgl. auch Breitner, Scheffel u. ſ. Literatur. Bayreuth


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_sw9/0255