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Anmerkungen zu einzelnen Gedichten. 261
gegen Mitternacht nicht mehr den Anſtand, den ſie hatten, als ſie's Licht noch
ſahen.“
S. 55. Theorie und Praxis. Aus Schwanitz' Nachlaß. Auch in den „Blät⸗
iern der Erinnerung“ S. 19.
S. 55. Stoßgebet. Nach einer Abſchrift von Schwanitz, auch in den „Blät⸗
tern der Erinnerung“ S. 26.
S. 60. Eine traurige Geſchichte. Nach den „Flieg. Bl.“ 1849, Nr. 197.
Vgl. Rubenſohn, Filiationen im „Euphorion“ III, S. 100 mit dem Hinweis
auf entſprechende Stellen in Antiphilos Anthologia Palatina und Andreas
Alciatus Emblemata, ferner auf einen alten Holzſchnitt, auf dem eine Maus
dargeſtellt iſt, deren Kopf in den geöffneten Schalen einer Auſter ſteckt. Dazu
vgl. folgendes moderne Ereignis:
In der Weinhandlung von W. Däche in Eiſenach hatte ſich eine Maus in
ein Fäßchen mit Auſtern gewagt und war von den zuklappenden Schalen einer
der Auſtern am Rüſſel feſtgehalten worden. Die Stammgäſte der Weinſtube
ſchickten in Erinnerung an Scheffels „traurige Geſchichte“ ein humoriſtiſches
Gedicht an den Dichter, der unter Beifügung einer Photographie auf Neujahr
1879 ſo antwortete:
Ein Hering liebt 'ne Auſter.
Die Auſter kam dann gefangen
Zu Däche in Eiſenach,
Da ſchlich — wie der ſelige Hering
Ein Mäuslein der Spröden nach.
Doch wiederum hob ſie die Schalen:
„Allhier wird nicht kareſſiert!“
Die Maus pfiff in Todesqualen
Und ſtarb halb guillotiniert.
In tragiſchem Schauer erſahen's
Die Frühſtücksgäſte beim Wein
Und ließen die beiden ausſtopfen
Auf Neujahr ſiebzig und neun.
S. 61. Der wahre deutſche Kaiſer. „Flieg. Bl.“ Nr. 198.
S. 62. Trinkſpruch. Nach den „Flieg. Bl.“ 1849, Nr. 222.
S. 62. Das Tralla. Nach Scheffels Handſchrift im Schwanitznachlaß. —
Vgl. die Briefſtelle Jaeckels an Schwanitz, 28. Mai 1855: „Unſere Mitbum⸗
melanten Jungherr und Schott, welche ich beſtens zu grüßen bitte, befinden
ſich doch wohlauf und ſchmeckt ihnen das edle Zerevis im Ratskeller noch der⸗
artig, daß ſie nicht früher aufhören, als bis der Wächter zwölfe ruft oder,
um mit Joſeph zu reden, dieſelben ſingen: Iſt es denn, iſt es denn ſchon ſo
weit mit uns“ uſw.
S. 62. Die Weltgeſchichte iſt das Weltgericht. Nach der Abſchrift
von Schwanitz.
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