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Kulturgeſchichtlich. 27
„Zwar klopf' ich mit ſteinernen Beilen
Und Keulen mir Bahn durch die Welt,
Doch iſt ein gemütlich Verweilen
Noch täglich in Frage geſtellt.
„Im Wald ſtört das Raubtier mit Schreien
Den Schlaf im durchhöhleten Stamm,
Und bau' ich mein Hüttlein im Freien,
So ſtampft mir's der Urochs zuſamm'.
„Drum lernt' ich vom biederen Biber
Und ſtelle als Wohnungsbehilf,
Je weiter vom Feſtland je lieber,
Den Pfahldamm in Seegrund und Schilf.
„Auch hier muß ich vieles noch meiden,
Was ſpäterer Zeit einſt gefällt:
Gern trüg' ich ein Schwert an der Seiten
— Es gibt weder Eiſen noch Geld.
„Gern zög' ich Gewinn vom Papiere
— Noch ſind keine Börſen gebaut;
Gern ging' ich des Abends zum Biere
— Es wird noch keines gebraut.
„Und denk' ich der Art, wie wir kochen,
Geſteh' ich ſelber: 's iſt arg.
Wir ſpalten dem Torfſchwein die Knochen
Und ſaugen als Kraftſaft das Mark.
„Wie kann ſich der Geiſt da ſchon lenken
Auf höh'res Kulturideal?
In all unſerm Fühlen und Denken
Steckt rammeltief Pfahl neben Pfahl.“
Der Mann ſang's mit heiſerer Kehle,
Da ſchwoll mit dem Rheuma ſein Grimm,
Zwei Bären beſchlichen die Pfähle
Und ſchnupperten kletternd nach ihm.
Da ſchmiß er zum Pfahlküchenkehricht
Beil, Hirſchhorn und Trinkkrug von Ton,
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