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Kulturgeſchichrlich. 35
Nur die römiſche Reiterei
Rettete ſich noch ins Frei',
Denn ſie war zu Pferde.
O Quinctili, armer Feldherr!
Dachteſt du, daß ſo die Welt wär'?
Er geriet in einen Sumpf,
Verlor zwei Stiefel und einen Strumpf
Und blieb elend ſtecken.
Da ſprach er voll Ärgernuſſen
Zum Centurio Titiuſſen:
„Kamerade, zeuch dein Schwert hervor
Und von hinten mich durchbohr',
Da doch alles futſch iſt.“
In dem armen römiſchen Heere
Diente auch als Volontäre
Scävola, ein Rechtskandidat,
Den man ſchnöd gefangen hat,
Wie die andern alle.
Dieſem iſt es ſchlimm ergangen;
Eh' daß man ihn aufgehangen
Stach man ihn durch Zung' und Herz,
Nagelte ihn hinterwärts
Auf ſein Corpus Furis.
Als die Waldſchlacht war zu Ende,
Rieb Fürſt Hermann ſich die Hände,
Und um ſeinen Sieg zu weihn,
Lud er die Cherusker ein
Zu 'nem großen Frühſtück.
Nur in Rom war man nicht heiter,
Sondern kaufte Trauerkleider.
G'rade als beim Mittagmahl
Auguſtus ſaß im Kaiſerſaal,
Kam die Trauerbotſchaft.
Erſt blieb ihm vor jähem Schrecken
Ein Stück Pfau im Halſe ſtecken,
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