Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-1
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (1)
[1919]
Seite: 133
(PDF, 92 MB)
Bibliographische Information
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Aus dem Weiteren. 133

Denn 's git, ſie tribes Handwerch fürnehm jetz
Und chuderwelſche, aſſ eim trümlig'i wird.
Wer Schulde macht und nümm ans Zahle denkt,
Heiſſt's: Credit Mobilier“, und wenn er nimmt,
Was ihm nit zueg'hört, — weiſch wiemes jetz heiſſt?
Fuſag ders nit .. s wär au öpp's für de Husfründ!
Jo weger, Meiſter! chumm und fahr mit abe!
Sell gäb e Freud!... nme trüeg di uf de Hände
Durs badiſch Ländli dure ... d'Karlisrueher
Si nähme di hüt wieder zum Prälats,
D'Verleger chäme ſchaarewis, ſi böte
Der für de Boge feufezwänzg Dublone!
Und in der Heimet!.ũnei, was glaubſch aſſ d'ſaechſch“?
Was glaubſch, wem rüſtet ſi's ganz Oberland
Am zehnte May zum Feſt und Ehretag?
Wem gelte d'gſchmückti Hüſer, d'Böllerſchüß?
D'Muſik und d'Fahne, d'ſchwarzi Fräck, de Chilch—
gang??
Meinſch 's ſyg e Schillerfeſt? .. De wurſch di ſchnide!
Me chennt au andri Lüt. .he! ''s wird ſcho chnalle,
Daſſ d'Ohre chlinge, piff und paff und puff!
Und merke würſch, ob men an Hebel denkt!“

So hani g'redt. Er aber git mer d'Hand,
(In ſinen Auge hen zwei Träne perlt)
„Schwig“, ſeit er, „ſchwig und mach mers Herz nit
ſchwer!
Doch wenn de heimſchribſch, meld, i loſſ es grüeſſe,
So viel ihr 's Gläsli lupfe“, d'ganz Verſammlig!
Und wenn eis früeih am zehnten oder ölften
An Himmel luegt und ſiecht de Morgeſtern
In ſtärchrem Glanz und ſchier unrüeihig funkle:
So iſchs e Schi, er chunnt au us 're Heime.
Es iſch mi Dank! .. . Der Hebel ſegnet
euch! ...“ L

1 Schwindlig. — ² Die Mobiliarbanken waren von dem 1852 in Paris
gegründeten „Créêdit Mobilier“ ausgegangen. — ³ Hebel war 1819 als
„Prälat“ an die Spitze der evangeliſchen Landeskirche in Baden getreten. —
4 Daß du ſäheſt? — 5⁵5 Kirchgang. — 6 Heben.


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