Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-1
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (1)
[1919]
Seite: 264
(PDF, 92 MB)
Bibliographische Information
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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Nachleſe.

Als ich von ihr gegangen,
Da war das Herz mir ſchwer;
Zwei alte Raben ſangen:
„Er ſieht ſie nimmermehr.“

Als ich von ihr gegangen,
Da war mein Glück vorbei,
Hätt' man mich aufgehangen,
Es wär' mir einerlei.
III.
Grauer Himmel, und die Sonne
Schwer umhüllt von Wolkenfloren,

War's nicht ſo an jenem Tage,
Da die Liebſte ich verloren? —

Aus dem Dunkel glänzt ein leiſer

Regenbogenhauch hernieder —
Grauer Himmel, darf ich hoffen?
Seh' ich die Verlorne wieder?

IV.
Es iſt ein Schnee gefallen,
Ein Schnee im welſchen Land,
Hell glänzen rings die Berge
Im weißen Feſtgewand.

Den Kindern auf der Gaſſe
Solch' Freude lang' nicht ward.
Es fliegt dem Kapuziner
Der Schneeball in den Bart.

In Sommersgluten lag ich

Beengt, bedrängt, verſengt,
Verſchmachtend wie die Blume,

Die lang' kein Tau getränkt.

Und fruchtlos wollt' dem Auge
Des Heimwehs Trän' entfliehn,
Sie trocknet auf der WVimper,
Eh' ſie zum Troſt gediehn.

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