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338 Nachleſe.
Da keine Stimmung Raum im Herzen fand
Als banges Harren, Hoffnung und Gebet?
Doch wer dem Herrn vertraut, iſt nicht verlaſſen,
Er ſchickt die Prüfung, daß wir höher ſchätzen
Die Tage, da die Sonne wieder ſtrahlt;
Und ſieh! Die Zeit des Kummers ſchwand und ging,
Auf Leid folgt Freud'! In Freuden grüßen wir
Die hohe Frau, die heut zum Feſt uns lud.
Zum Feſte, ja! Der Tag, an deſſen Schwelle
Wir heute ſtehen, iſt ein Feiertag:
So weit das alte Fürſtenberger Land
In Baar und Schwarzwald ſeine Grenzen ſteckt,
Begeht man feſtlich nach der Väter Brauch
Den 4. März, des Fürſten Wiegenfeſt.
Doch wo der Himmel ſelbſt als Weihgeſchenk
Zum frohen Tag die Gattin wiedergab,
Will ſich ein langer Glückwunſch kaum geziemen:
Sein Segen folgt dem ritterlichen Herrn,
Und wie wir jetzt oft freudig ihn erblicken
Im Vollbeſitz des Lebens und der Kraft,
Als rüſt'gen Zäger, der kein Wetter ſcheut,
Als Freund der Tonkunſt, die er liebt und übt,
Als Edelmann im wahren Sinn des Worts,
So ſei es fürder! Mög' er lange noch
Den Seinen wie dem Lande ſeiner Ahnen
Ein treuer Freund, ein Hort und Schirmherr ſein!
Wer ſo wie er manch andres Glück bereitet, G
Der hat ein Anrecht auf das eigne Glück.
Ihr aber alle, die willkomm ich heiße,
Zieht nicht die Stirne in geſtrenge Falten
Und haltet nicht ein ſcharfes Kunſtgericht,
Wenn heute wir in leichtem Bühnenſpiel
Zur allgemeinen Fröhlichkeit des Tags
Ein Scherflein geben. Denkt des alten Worts:
Ein Schelm nur ſpendet mehr, als was er hat!
Und wie das Brot, das man im Haus gebacken,
Der Wein, den man von eigner Rebe zog,
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