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426 Anmerkungen des Herausgebers.
S. 242. Der untreue Schäfer. Scheffel schrieb dies Gedicht
Schwanitz in die Brieftasche, als dieser ihn im September 1850 in
Säckingen besuchte. Vgl. „Jahrbuch“ 1898, S. 58 ff.
S. 278. Simſon. Die Simsongeschichte hat August Kopisch
„Samson“) in derselben, nur um einen Vers erweiterten Strophe
behandelt.
S. 252. Rodenſteins Ritt zum Mond. Das Lied trägt in der
Urhandschrift folgende Unterschrift: Dies Lied hab ich, Meiſter Jo—
ſephus, an der Thonaw, dem hochloeblichen Engeren in pflichtſchul—
digem Dank für die Verleihung des Ordens des Haus-Kreuzes an—
gefertigt, — und grueß die anderen Würdentraeger alle in alter Fründ⸗
ſchaft 12/III. 1858.
Die Astronomie des Liedes scheint wieder aus dem oben, S. 4 11
angeführten Werke von Burmeister zu stammen. Er sagt S. 137: die
Astronomen lehrten vom Mond, „daß er keine oder eine ganz
auffallend dünne Atmosphäre besitze“. Im folgenden ist vom
Sauerstoff als dem wesentlichsten Bestandteil der Atmosphäre die
Rede und der Rolle, die er durch seine Verbindung mit derselben
bei Hervorrufung der Zustände im Erdkern spielt.
S. 254. Nodenſteins Nachtlied. Das Lied trägt in der Urhand-
schrift die Unterschrift Der Ritter) dem Knapp und dem Caplan
(d. h. natürlich Ludwig Knapp und Christoph Schmezer) An der
Thonaw. Umb Mitternacht. 9/III. 58.
Höh premi-öh ist der Ausweichruf der venezianischen Gondo-
liere: vgl. Bd. 4 dieser Ausgabe, S. 397, wo auch über das Lomm,
lomm, lomm Aufklärung zu finden ist.
S. 254. Auf der Eiſenbahn. Scheffel erwähnt das erste der
drei Gedichte in einem Briefe an Emma Heim vom II. Mai 1858
(Boerschelꝰ?, S. 191); er hatte die Gedichte Christian Schad für seinen
„Musenalmanach“ eingesandt, der sie aber nicht abdruckte.
S. 259. Reſignation. Die Anlehnung an Heines „Im wunder-
schönen Monat Mai“ ist so deutlich, wie S. 263 „Werners Lieder
aus Welschland I“ die Anlehnung an desselben „Es fiel ein Stern
hernieder“. Dem vierten Liede S. 264 gab den Eingang das be-
kannte Volkslied „Es ist ein Schnee gefallen, wan es ist noch nicht
Zeit“, das auch Goethe für sein Gedicht „März“ als Eingang be-
nutzt hat.
S. 260. Lieder Fung Werners. V. 37. Der Wemfall Gerz ist keine
Verlegenheitsform des Reimes, Scheffel beugt das Wort auch in
Prosa stark (z. B. Schwanitz, 191: im Herz).
S. 264. Liebesrunen. J. Franke macht in seiner Scheffel-Aus-
gabe, Bd. 9, S. 266 (Leipzig, Hesse und Becker, O. J. [1917]) darauf
aufmerksam, daß die Anfangsbuchstaben der acht Versreihen das
Wort Heliſena ergeben und vermutet „des Rätsels I,ösung in dieser
Richtung“. Die I,ösung ist aber viel einfacher; die acht Runen sind
natürlich EMMA HEIM.
S. 269. Reinmars des Alten Frühlingsminne. Reinmars Lied,
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