Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-1
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (1)
[1919]
Seite: 429
(PDF, 92 MB)
Bibliographische Information
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Nachlese, S. 287 — 320. 429

durch Haupt und Glieder, als wäre ein Hauch um mich aus jener un—
ſichtbaren Welt und meine, die Seele meiner verklärten Schweſter
ſei mir nah und habe mir noch etwas zu ſagen..eine unendliche
Sehnſucht kommt über mich, der Welt Balet zu ſagen und zu ihr zu
gehen, zu meinem treuen guten Engel, meinem Schutzgeiſt.
S. 305. Wiederſehen. Scheffel sandte das Gedicht am r1o. Mai
1858 an Rektor Christian Schad in Kitzingen für seinen „Musen-
almanach“, in dem es aber keine Aufnahme fand. Es wurde erst
1862 im, ‚Münchener Dichterbuch“ gedruckt, nachdem es eine kleine
Umarbeitung erfahren hatte, bei der die Gestaltung der Verse 19ff.,
wie sie oben stehen, von Paul Heyse herrührt. Die Strophenform
erinnert an Nr. 94 b der in dieser Zeit von Scheffel eifrig gelesenen
„Carmina Burana“.
S. 306. Ein ſchönes neues Lied entstand laut Unterschrift
auf dem Emma Heim eingesandten Blatte (Boerschel?, S. 210) am
6. Juli 1859.
S. 309. Walter von Sallwyl. Die zugrunde liegende Sage ist
ausführlicher mitgeteilt in der „Argovia“, Bd. 6, S. 141ff.; vgl.
„Schweizer Freunde“, S. 17 ff.
S. 313. Maimorgengang. Der Kehrreim stammt aus 2. Kor.
5, 17.
S. 315. Nadolfzell. Scheffel hatte das Gedicht ursprünglich
(in etwas abweichender Fassung) ins Gästebuch seines Landhauses
eingetragen, vgl.„Jahrbuch“ 1898, S. 44.
S. 320. Zwei Gedenktage. Die Gedichte entstanden zur Feier
der silbernen Hochzeit des großherzoglichen Paares (20. September
1881). Scheffels Quelle zum ersten Gedichte war offenbar die, ‚Ge-
schichte der Stadt Durlach“ von R. Fecht, Heidelberg 1869. Sie
bringt S. 152 ff. über die Ereignisse zwei Berichte von Augenzeugen,
die Scheffel sehr genau benutzt hat. So heißt es dort in dem Berichte
des Hofrats Boch: „Unterdessen ist auch unsere Gemeinde aus-
gezogen. Da wir beim Ballhause hinausgingen, steckten sie den
Bergturm an und haben uns Unglückseligen dadurch gleichsam mit
einer Fackel zur Stadt hinausgezündet So gingen wir Langen-
steinbach zu, wo wir die Nacht hindurch, dieweil man das Dorf
wegen des langsamen Zuges mit den alten und beladenen Leuten
und den Kindern nicht erreichen konnte, bei angemachten Feuern
im Walde blieben. Des folgenden Tages, als am 16. August morgens
um 5 Uhr, brachen wir wiederum auf und kamen über Langenstein-
bach aufs freie Feld. Dieses war das jammervolle Feld, auf welchem
wir das allergrößte Unglück unserer armen Stadt noch ansehen
mußten. Dann von da aus haben wir sie in Rauch sehen aufgehen
und von weitem mit vielen Tränen die grausame Flamme zu löschen
verlangt; aber vergeblich, sie ist leider vom Feuer völlig verzehrt
worden. Es steht weder von dem schönen Schloß, noch von denen
Stadtgräben mehr etwas Und in einem Bericht des Gymnasial-
professors Bulyowsky, den Fecht aus dem Lateinischen übersetzte


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