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Frau Aventiure.
Du hältſt in kundig ſichrer Fauſt
Die echte Wünſchelrute,
Wo ſie ſich rührt, quillt und entbrauſt
Ein Strom von geiſtigem Gute.
Kraft, die ſich zag nicht ſelbſt vertraut,
Weckſt du zu keckem Schaffen
Und rüttelſt von der Bärenhaut
Die Trägen und die Schlaffen.
Und ziemt ein Wunſch, ſo ſei es der:
Üb' Maß in deinen Milden,
Es ſingt und fiedelt auch ein Heer
Von Stegreifvolk und Wilden.
Setz' einen Key“ als Seneſchall
Zur Scheuche der Scherwenzer
Und ſondre kunſtgefügen Schall
Vom Dudeln der Schnarenzer?.
Nun ſchirme Gott, du werter Mann,
Dein ſinniges Gebaren!
Mein Dichten bleibt dir untertan,
Wohin ich auch mag fahren.
Magnetiſch macht ein Druck der Hand
Der Lieder Knoſpen ſproſſen ... G
Bei Sold und Gold und Prunkgewand
Gedeihn ſie nur verdroſſen.
Wann werd' ich an die Säulenzier
Des Burghofs wiederum lehnen?
Das Tor knarrt auf.. ſchon bläſt man mir...
Mein Aug' füllt ſich mit Tränen.
Der beſten Nachtigallen Schlag
Und Herzen ſonder Tücke
Und aller Freuden Oſtertag
Laſſ' ich mit Schmerz zurücke.
* Keie, König Artus' Geneſchall, im „Parzival“, „Iwein“ uſw. als Spötter
und Tadler geſchildert.
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