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Berlt der junge. 53
Sein Auge ſtrahlt, die Lippe lacht ...
Gut Heil! es will ihm glücken.
Jetzt ſchnalzt die Hand und löſet ſacht
Die Fiedel von dem Rücken.
Erſonnen iſt's! Hei Tandaradei!
Wer treulich ſucht, muß finden.
Friſchauf, die neue Melodei
Der Welt alsbald zu künden!
Er ſingt und fiedelt Töne
Von fremder, ſüßer Schöne.
Zu allen Wipfeln dringt der Schall,
Fink, Zeiſig und Galander,
Singdroſſel, Lerche, Nachtigall,
Die rücken zueinander:
Der Habicht läßt ſein heiſer Schrei'n,
Der Milan hält im Schwirren,
Der Grünſpecht ſtellt ſein Hämmern ein,
Die wilde Taub' ihr Girren;
Sie lauſchen lang' und länger
Dem tugendlichen Sänger.
Zieht er von dannen, bleibt im Moos
Sein Lager platt gedrücket,
Dann kommt der Bögel ganzer Troß
Neugierig nachgerücket;
Sie heben um den Dichterort
Ein Hüpfen, Tanzen, Springen;
Sie wetzen ihre Schnäbel dort,
Hellauf ertönt ihr Singen:
„Das war ein Mann, der's beſſer kann
Als wir im Federkleide.
Hei Sang und Ton! — daß Gott ihm lohn
Solch ſüße Vogelweide“22.
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