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Frau Aventiure.
Das beſte Lob der deutſchen Art
Und eurer ſchmucken Jugend
Iſt — daß er andrer Meinung ward
Trotz ſo viel fremder Tugend.
Nur Übung im Vergleichen
Lehrt, wem der Kranz zu reichen!
2. Wintertroſt.
Harr' aus, mein ſchwerverdüſtert Haupt,
Brich der Betäubung Schlummer!
Seufzt rings der Wald auch kahlentlaubt
Und Buſch und Heide winddurchſchnaubt:
Wer an des Maien Siegkraft glaubt,
Den zwingt nicht Not noch Kummer.
Die Herrin ſpricht: „O Gaſt, dich neckt
Ein kühner Dichterglaube...
Im Siechenſtuhl dein Leib ſich ſtreckt,
Froh, daß er in der Wildſchur ſteckt,
Froh, daß ihm Haupt und Ohren deckt“
Die warme Fuchspelzhaube.“
Ich aber ſpäh' der Sonne nach
Und deut' empor zum Turme:
Auch ihm umlagert Wall und Dach
Schneelaſt. Doch hoch im Eckgemach
Hält ſich der Wächter warm und wach
Und fingt im Winterſturme.
Stark ſchallt ſein Abendlied und rein
Wie Troſtwort guter Geiſter:
„Laßt Eis ſich zapfen, Flocken ſchnein,
Um Oſtern rückt Entſatz hier ein,
Dann fliehn die Raben querfeldein,
Dann ſind die Lerchen Meiſter!
Dann grünt der Schilf, dann taut der See,
Gekräuſt vom lauen Winde ...
Und blüht das Tal und blüht die Höh',
Entbieten wir dem letzten Weh
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