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Frau Aventlure.
Ich hab' viel giftigen Schmack und Ruch
Auf Syriens Feld erlitten;
Wie anders ſchmeckt ein voller Zug
Der Luft in Harzwaldmitten?!
Wer einmal dieſen Jungbrunn fand,
Der ſchöpft aus keinem andern;
Thüringer Wald, Thüringer Land,
Nur hier mag ich noch wandern!
Will je, der Meerfahrt Reſt, an mir
Ein Wüſtenpeſthauch zehren, G
Such' ich im Nadelholz Quartier
Ihn ſiegreich abzuwehren:
Denn das iſt deutſchen Waldes Kraft,
Daß er kein Siechtum leidet
Und alles, was gebreſtenhaft,
Aus Leib und Seele ſcheidet.
Daß ich wieder ſingen und jauchzen kann,
Daß alle Lieder geraten,
Verdank' ich nur dem Streifen im Tann,
Den ſtillen Hochwaldpfaden:
Aus ſchwarzem Buch erlernſt du's nicht,
Auch nicht mit Kopfzerdrehen:
O Tannengrün, o Sonnenlicht,
O freie Luft der Höhen!
Mein Kreuzfahrtſchild hangt im Geäſt,
Kriegsruhmes gern ich darbe,
Ich ſchließe meiner Tage Reſt
Als Mann der grünen Farbe.
Noch möcht' ich pflegen manchen Baum
Den Enkeln einſt zum Schatten,
Noch roden manchen wüſten Raum
Zu Wald und Wieſenmatten;
Noch auf und ab am Inſelsbergs“
Manch weidlich Jagdlied ſingen
Und ſo mein Forſtmanntagewerk
Treu, wie ſich's ziemt, vollbringen.
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