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Fahrende Leute. 89
Und wer vor Runzeln nicht erbebt,
Darf die Sigiza küſſen.
Dem Fels entſprudeln ſtark und kühl
Drei nah vereinte Quellen
Und tragen bei der Stempfelmühl⸗
Zur Wiſunt ihre Wellen .
Wo Wiſent einſt und Elch und Ur
Vreislich“ zur Tränke trabte,
Dort war's — gottlob, doch einmal nur,
Daß Waſſer uns erlabte.
Wiſunt, Bergſtrömlein friſch und gut
In enger Taleswildnis,
Wie ſpiegelſt du in klarer Flut
Der weißen Felswand Bildnis,
Strömſt tiefgrün wie ein Alpenſee,
Durchſichtig bis zum Grunde...
Forellen ſchnalzen in die Höh',
Gern prüft' ich ſie im Munde.
Doch ſeh' ich hoch im Ahornwald,
Burg Gailenreut, dich wieder,
Läuft mir ein Rieſeln ſchauerkalt
Als Warnung durch die Glieder:
An Händ' und Füßen eingepflöckt
Im finſterſten Verlieſe,
Lernt' ich, wie man die Beine ſtreckt
In jenem Paradieſe.
IV.
Herr Eberhart von Wickersſtein,
Wo ſind denn Eure Hallen?
Sonſt fiel Euch ſelten etwas ein,
Jetzt? ... Alles eingefallen!
Von Nürenberg Frau Ebenhoch'⸗
Hielt Tanz auf dieſem Raſen;
Der Burgvpvogt hat die Schlüſſel noch,
Die Burg ... iſt weggeblaſen.
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