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116 Frau Aventiure.
Nicht jedes Herz braucht Troſt in rauhem Leide,
Doch jede Fahrszeit einen feinen Rock:
Sein iſt die Zukunft — und der feinen Seide
Von Zazamank, von Lybia und Marokk“!
Weh dem, der als altfränkiſch Kind der Berge
Zu Tal verirrt aus ſtiller Waldesnacht.
Was tappt der Rieſe zu dem Volk der Zwerge?
.. Man ſchaut ſein zottig Fell... man geht und lacht!
IV.
So kamſt auch du an mir vorbeigegangen,
Unſelig Weib — und wicheſt fremd beiſeit,
Des Weidmanns ſchwerer Stiefel ſchuf ein Bangen
Dem golddurchwirkten ſchweren Pfauenkleid“.
O fürchte nicht, ich komm' dich heimzuſuchen,
Ein alter Freund in ſchrundig altem Wams;
Spar' den Claret“, den Reſt vom Pfingſtfeſtkuchen
Für die Gevatterinnen deines Stamms.
O fürcht' auch nicht, ich komme auszuſpüren,
Wo man den Maibaum pflanz' in nächtiger Stund'...
Und nicht, ich flüſtre lockend von Entführen,
Wie einſt Waltari zu ſchön Hildegund.
Bei Gottes Rock! Das brächt' uns wenig Segen.
Mein Turm iſt eng und arm an Stiegenraum ...
Du würdeſt nur den Staub zuſammenfegen
Mit deines Schleppkleids ungeheurem Saum.
V.
Und doch komm' ich um deinethalb geſchlichen.
In Marktgeſchäften lieb' ich Ordnung ſehr,
Und eine Rechnung ſteht noch unbeglichen
Vom Sunnwendabend vor fünf Fahren her.
Ein düftend Brieflein, von dir ſelbſt geſchrieben,
Rief mich noch ſpät zur Reigenluſt am Markt
Aus ferner Burg. Mein Roß flog ſpornzerrieben,
Mit Kranz und Tanzkleid wurde nicht gekargt.
* Würzwein.
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