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Anmerkungen zu S. 63 — 70. 161
heilige treuloſe Leben hat Fridank, der 1228 die ſyriſchen Zu—
ſtände kennen lernte, in ſeinem Kapitel 46,„Von Akers“ beredten
Ausdruck geliehen.
Der Rennſtieg. Seite 67.
34. .. circumductor efficitur praecedens et indice demon-
strans ... ibat ergo, et ciroteca quam rustici wantum vocant,
manu superducta demonstravit.
Sigehardi miracul. S. Maximini bei Pertz, „Mon. Germ.“ VI, 232.
Wanderer unſerer Tage geleitet als pfadkundiger Führer das
von Waldluft durchwürzte, ſorgfältige Werk von A. Ziegler: „Oer
Rennſtieg des Thüringerwaldes, eine Bergwanderung“, Dres-
den 1862.
35 dass die wiltpan, die wiltj ãt und das geleit des waldes
genant der Melser und Zeller gewalt hin dielſeit hinuf bis uf
die Lewben an den Rynnestigk von alter here der herren von
Henneberg gewest fey und noch fſey und gedenke ihn keyner
dass noch ie keyn ander herre hie diefſeit des Rynnesteigs geiagt
habe, dann die herren von Henneberg. —
Zeugenverhör des Abtes Berthold von Veſſra vom Fahr 1445. Schultes,
„Diplomatiſche Geſchichte des gräflichen Hauſes Henneberg“ I, 443.
3 6.. Stilla, daz ist min houbetstat!
Biterolf im Gedicht vom „Krieg auf Wartburg“.
Der Vogt von Tenneberg.
I. ³7 H. Hollands „Geſchichte der altdeutſchen Dichtkunſt in
Bayern“, Seite 167, entnehme ich die hieher paſſende Anmerkung:
„Das Mittelalter liebte die Sitte, in den Gipfeln von großen
Bäumen, insbeſondere der Linden und Eichen, Gerüſte mit Ge—
ländern zur Ausſicht in die Weite und eine Art Sommerhäuschen
zu bauen, auf denen man ſich vergnügte, ſchmauſte, trank und von
denen herab häufig auch Prediger zum Volke ſprachen, z. B. jener
berühmte Prediger Berthold. VBgl. F. Grimm, ‚Wiener Fahrb.
d. Literatur’, 1825, B. 32, p. 203. . die Sitte wurzelte wahr-
ſcheinlich im alten Götterkult, der ja am liebſten ſeine Bilder
auch in die Bäume ſetzte.“ — Eine alſo zu ſommerlichem Sitz
hergerichtete Linde, zu welcher eine Leiter emvorführt, ſteht oder
ſtand auf der Anhöhe über Waltershauſen.
Scheffel. II. 11
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