Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 167
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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Anmerkungen zu S. 115 —121. 167

der sunbentnacht, da herzog Stephan und sein gemachel und
das frawel auf dem margt tanzten mit den purgerinen bei dem
sunbent fewr'. Im Jahr 1578 ließ der Herzog von Liegnitz Fo⸗
hannisabends ein Freudenfeuer auf dem Kynaſt halten, wobei er
ſelbſt mit ſeinem Hof zugegen war.“
J. Grimm, „Deutſche Mythologie“ I, 586.

Seite 120.

XI. 51 Ich wil (varn) eine reise:
wünschet, daz ich wol gevar;
da wirt manic weise.
diu lant wil ich brennen gar.
Miner vrouwen riche
ſwaz ich des bestriche
daz muoz allez werden verlorn,
ſi enwende minen zorn.

Helfet singen alle
mine friunt und zieht ir zuo
mit (gemeinem) schalle
daz si mir genäde tuo.
Schriet, daz min Imerze
miner frouwen berze
breche und in ir ôren ge:
si tuot mir ze lange wée.
Herr Heinrich von Morungen.
Bgl. v. d. Hagen, „Minneſinger“ I, 150; IV, 122, und M. Haupt,
„Des Minneſangs Frühling“, S. 145 und 278.

Heinrich von Ofterdingen. Seite 121.

52 Vom Nebel der Sage umwallt und verhüllt ſteht Heinrichs
von Ofterdingen Geſtalt in der Ferne der Zeiten. Das Gedicht
vom Wartburgkrieg zeichnet ihn als Kämpen Hſterreichs und
ſchlagfertigen Gegner Wolframs von Eſchenbach; die Literatur-
geſchichte frägt nach den Werken, welche berechtigen, ihn dem
Dichter des „Parzival“ als ebenbürtigen Wettſtreiter gegenüber-
zuſtellen. Nur die nicht unanmutige Dichtung vom König Luarin
und ſeinem Roſengarten in den Tiroler Bergen meldet am
Schluſſe:
Heinrich von Ofterdingen
dieses maere getihtet hät
daz sùú sus meisterlichen stât.


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