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184⁰
1845
185⁰
1855
1860
1865
1870
4. Zung Werners Rheinfahrt. 241
—
Wunderſam der Lurlei Sang.
Aber dann geht's ſchnell zu Ende,
Und ich klag' ob dem Verlornen
Und ergebe mich dem Trunke,
Bete auch zu Köln im Dome,
Und zuletzt werd' ich ein Laſttier,
Schäb'gen Krämern muß ich dienen,
Auf dem vielgeprüften Rücken
Schwimmt das niederländ'ſche Treckſchuyt:,
Und im Sand, den ich ſo tödlich
Haſſe, ſchlepp' ich müd mein Daſein,
Und ich bin ſchon lang' geſtorben,
Eh' das Meeresgrab mich aufnimmt.
Hüt' dich, hüt' dich vor Verſandung!
„Fa, ich könnt' noch viel erzählen,
Guter Laune bin ich heute,
Und ich lieb' die jungen Burſchen,
Die wie du und wie ich ſelbſt hier
Friſch noch in die Zukunft ſchaun.
Drum ſoll auch mit einem guten
Rat die lange Standred' ſchließen.
Weiß, daß bitter du verliebt biſt.
Hör's: dein Lieb heißt Margareta,
Iſt des Freiherrn ſchöne Tochter,
Deſſen Schloß dort hell erglänzend
Sich in meinen Fluten ſpiegelt.
Oft erſeh' ich auf dem Söller
Dort die Jungfrau — und ich freu' mich,
Trag' auch dich gern in die Nähe.
Dort der Kahn — und dort das Ruder!
Alles Weitre überlaſſ' ich
Billig deiner eignen Weisheit.“
Sprach's und ſchüttelte die Locken,
Und hinab zum Grunde taucht' er.
Ziſchend ſchlug die Wogenbrandung
Über ſeinem Haupt zuſammen,
1 Schiff, das an Seilen ſtromauf gezogen wird.
Scheffel. II. 16
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